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„Dorfgeschichten“ auf Tour

Leipzig/Bergen „Dorfgeschichten“ auf Tour

Das erfolgreiche Buchprojekt über die Dörfer der Insel Rügen von OSTSEE-ZEITUNG und Hinstorff Verlag wurde bei der Buchmesse in Leipzig vorgestellt / 50 OZ-Leser reisten mit

Leipzig/Bergen. Absolut gelungen – so das Fazit von rund 50 OZ-Lesern aus Mecklenburg-Vorpommern über eine Reise zur Leipziger Buchmesse, die die Ostsee-Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Behrens veranstaltete. Im Mittelpunkt des zweitägigen Trips stand das neue Buch „Dorfgeschichten von Rügen“, eine Neuerscheinung im Rostocker Hinstorff Verlag, der den 170 Seiten umfassenden Band mit 33 Dorfgeschichten auf der Messe vorstellte.

„Es ist phantastisch, dass jetzt ein Teil der langjährigen Zeitungsserie endlich als Buch vorliegt“, schwärmt die Sellinerin Anneliese Gottschalk, die immer schon darüber nachgedacht hatte, die seit etwa vier Jahren freitags im Rügener Lokalteil erscheinende „Dorfgeschichten“-Reihe privat zu archivieren. „Das wäre sehr mühsam gewesen.“ Jetzt sei zumindest ein Anfang gemacht, kommentiert Verlagslektor Thomas Gallien. Denn von mittlerweile über 200 Inseldorf-Porträts ist in dem sehr ansprechend gestalteten, mit zahlreichen Fotos versehenen Band, zunächst nur ein Bruchteil vertreten.

Was die beiden Autoren, Susanna Gilbert und Uwe Driest, hoffen und der Verlag in Aussicht stellt: Ein zweiter Band soll folgen, wenn das Projekt in Buchhandlungen und an touristischen Hotspots zum Verkaufsschlager wird.

Die Chancen stehen gut, denn das in einer Auflage von 4000 Exemplaren erschienene Buch entspreche einem neuen Trend im Bereich Reiseliteratur, weiß Verlagslektor Thomas Gallien. Heutzutage besorgten sich die Leute vor ihrer Reise einen Reiseführer zuhause, erst beim Bummeln und Erkunden am Reiseziel suchten sie sich dann zusätzliche Informationen und am liebsten Geheimtipps. „Mit diesem Buch lässt sich die Insel wunderbar erschließen, vor allem über ganz unterschiedliche Menschen, die dort leben, oft abseits der touristischen Routen, das ist intensiver als viele trockene Fakten“, sagt Verlagsleiterin Eva Maria Buchholz. Lektor Gallien bringt es auf den Punkt: „An den meisten Ortschaften, die die 'Dorfgeschichten' vorstellen, würde man vorbeifahren.“

Denn: Wer kennt als Fremder schon Zittvitz, Ketelshagen, Baldereck oder die über 90 Jahre alte „Reise-Oma“ aus Losentitz, die als Flüchtling auf Rügen landete, hart in der Landwirtschaft arbeitete und bis vor kurzem noch ihre in ganz Deutschland verstreuten Enkel besuchte? „Man denkt, man kennt die Insel, aber nach dem Lesen dieses Buches hat man das Gefühl, man müsste abbiegen und Leute aufsuchen, die in Gegenden wohnen, wo oft nur drei Häuser stehen“, schmunzelt Lektor Gallien.

Tatsächlich sind die Autoren wie „Feldforscher“ bei ihren Dorfrecherchen vorgegangen, haben Geheimnisse von alten Gutshäusern oder stillgelegten Betrieben gelüftet und Bewohner entdeckt, die dort schon immer leben. Alle erzählen von spannenden Schicksalen, fröhlichen und traurigen, aber immer interessanten. Autorin Gilbert: „Das, was die Menschen berichten, ist gelebte Geschichte und die aufzuschreiben ist kostbar, denn sonst wäre sie unwiederbringlich verloren.“ Autor Uwe Driest ergänzt: „Im Lauf der Arbeit wuchs der Spaß, ich habe die Insel dadurch viel intensiver kennengelernt.“

Das neue Buch über „ihre“ Insel, aber auch der liebevoll gestaltete Empfang am Stand des Hinstorff Verlags, waren für die Teilnehmer der Reise das „Highlight“ Für viele war der Besuch in dem über Jahrhunderte zur Bücherstadt gewachsenen Leipzig, einst Zentrum des deutschen Verlagswesens, eine Premiere. Die äußerst sachkundig geführte, fast zweistündige Rundfahrt durch die sächsische Metropole, wo in den 20er Jahren schon über 500 Verleger ansässig waren, kam deshalb ausgezeichnet an. Eine Premiere war die Reise auch für Claus Behrens, der mit seinem in Eutin ansässigen Busunternehmen von Rostock und Wismar aus zwar schon über 50 Reisen mit der OZ veranstaltet hat, aber noch nie von Rügen aus. „Der Anlass des neuen Buches war uns wichtig, deshalb haben wir die Rügener OZ-Leser direkt abgeholt.“ Ende gut, alles gut – erschöpft, aber glücklich, landeten die reisenden Bücherwürmer in der Nacht zum Samstag wieder zuhause in Rostock, Stralsund und auf Rügen.

Lena Roosen

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