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Dransker diskutieren über Fäkalien

Politik Dransker diskutieren über Fäkalien

Die Bewohner des Wochenendhausgebietes „Kreptitzer Heide“ lehnen einen Anschluss an das Klärwerk in Dranske ab.

Dranske — Für eine Festbroschüre zur 700-Jahr-Feier im kommenden Jahr will die Gemeinde Dranske 5000 Euro locker machen — das beschlossen die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung. Im Vorfeld hatten sich die Bürgermeister aller Gemeinden des Amtsbereiches Nord-Rügen auf eine gemeinsame Festschrift geeinigt. Das Geld will die Gemeinde über den Verkauf der Broschüren wieder reinholen. Strittiger war die Abwägung der Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplan für das „Erholungsgebiet Kreptitzer Heide“, der ebenfalls auf der Tagesordnung stand. Die Frage der Abwasserentsorgung „stank“ Gemeindevertreter Lothar Kuhn im wahrsten Sinne des Wortes. Zur Zeit werden die Fäkalien der Bewohner — Mitgliedern des Vereins Garten- und Heideschutzgemeinschaft „Kreptitzer Heide“ — in abflusslose Gruben geleitet. „In einem neu zu überplanenden Gebiet sollte man nicht mehr mit solchen Gruben arbeiten, das entspricht einfach nicht mehr dem technischen Standard“, argumentierte Kuhn und warnte vor der Geruchs- und Lärmbelästigung im Wochenendhausgebiet. Er plädierte dafür, das Gebiet an das Klärwerk in Dranske anzuschließen. Dem entgegen standen die Argumente des Planers, der darauf hinwies, dass die Bewohner ihre Gruben bereits für teures Geld umgerüstet hätten um allen technischen Anforderungen gerecht zu werden. Er schlug vor, eine aufschiebende Wirkung in den B-Plan mit aufzunehmen — das würde heißen, bis es eine Anschlusspflicht vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) gibt, können die Bewohner ihre Fäkalien weiter in ihre Gruben entsorgen. Diese soll nun in den Erschließungsvertrag mit aufgenommen werden. Die Gemeindevertreter sprachen sich in ihrer Sitzung ebenfalls für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans aus, der den Bereich des Bootslagers der Segelschule Mola am Ortseingang von Dranske betrifft. Dort sollen zwei neue Hallen mit einer maximalen Höhe von neun Metern entstehen, die künftig als Winterlager der eigenen Charteryachten und für kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten genutzt werden sollen. Bisher hatte der Betreiber das Areal zwar genutzt — es gibt jedoch keinen Bebauungsplan für das Grundstück. Damit soll nun das maritime Gewerbe am Standort gesichert werden.

 

Stefanie Büssing

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