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Dranskes alte Schule soll schmuckes Bürgerhaus werden

Dranske Dranskes alte Schule soll schmuckes Bürgerhaus werden

Das ehemalige Grundschulgebäude muss dafür umfassend saniert werden / Kosten von fast 450 000 Euro fallen für Dach und Fassade an

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Das alte Schulgebäude in Dranske wurde 1939 gebaut und wird in den kommenden Jahren saniert.

Quelle: Fotos: Anne Ziebarth

Dranske. Noch sieht das große Gebäude in der Dransker Schulstraße ziemlich marode aus. Der Putz bröckelt von der Fassade, das Dach hat auch schon bessere Zeiten gesehen und zwischen den Steinen schießt das Unkraut aus dem Boden. Doch das soll sich nach dem Willen der Gemeinde bald ändern. Aus der ehemaligen Grundschule, in der heute ein Kindergarten mit Kinderkrippe untergebracht ist, soll ein Bürgerhaus entstehen. In dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude werden zukünftig die Tourismus-Information, eine Seniorenbegegnungsstätte, ein Jugendclub und mehrere Sportvereine Platz finden. Das Heimatmuseum bleibt erhalten. Auch die ehemalige Aula der 2007 geschlossenen Schule wird umgebaut, die Position der Säulen im Raum verändert, Abseiten in den Raum integriert. Sogar eine kleine Pantryküche ist geplant. „Dann könnte der Raum auch wieder mehr für Veranstaltungen genutzt oder vermietet werden“, meint Lothar Kuhn vom Bauausschuss der Gemeinde.

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Das ehemalige Grundschulgebäude muss dafür umfassend saniert werden / Kosten von fast 450 000 Euro fallen für Dach und Fassade an

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Doch bis dahin wird noch etwas Zeit vergehen. 2017 sollen in einem ersten Bauabschnitt die Hauptprobleme des Gebäudes an Dach und Fassade behoben werden. Die Kosten dafür sind happig: Rund 448000 Euro werden nach Schätzung des Ingenieurbüros Wuttig für die Arbeiten fällig. Die Gemeinde geht von einer finanziellen Förderung durch Europäische Mittel aus, dennoch wird vorsichtig mit einem Eigenanteil von bis zu 88000 Euro kalkuliert. Trotzdem ist man in Dranske froh, dass es jetzt voran geht. Das Konzept für die Sanierung liegt in ähnlicher Form seit 2012 auf dem Tisch. Besonders freut sich der Chef des Dransker Heimatmuseums in der Schule. „Im Winter ist es sehr schwer, die Mindesttemperatur von 15 Grad in den Museumsräumen zu halten“, erzählt der ehrenamtliche Leiter Berndt Borrmann. „Für die Aufbewahrung von historischen Papieren ist das aber auf jeden Fall erforderlich.“

Der Leiter des Dransker Bauhofes, Ronald Grosch, kennt die Probleme mit der Heizung nur zu gut. „Im Winter haben wir wegen des undichten Dachs schon mal Schneewehen auf dem Dachboden“, sagt Grosch.

„Da die Leitungen zum Teil auch in diesem Bereich entlangführen und im Winter einfrieren, haben wir mittlerweile sogar ein Auftaugerät auf dem Boden installiert, mit dem man die Leitungen Stück für Stück wieder aufwärmen kann.“ Auch bei extremen Wetterlagen ist er häufiger bei seinem Sorgenkind. „Wenn es nachts richtig gestürmt hat, ist die Schule früh morgens meine erste Station“, sagt Grosch.

„Um zu schauen, ob das Dach noch komplett ist.“

Dabei ist die Grundsubstanz des Gebäudes gut, da sind sich Kuhn und Grosch einig. „Das 48-Zentimeter Mauerwerk ist von guter Qualität und muss auch nicht noch einmal extra isoliert werden“, weiß

Kuhn. „Aber seit der Errichtung hat man nur geflickschustert, insbesondere am Dach. Und das rächt sich jetzt.“ Mit der Sanierung ist auch ein langfristiger Umbau im Innenbereich geplant. Der zuletzt geschlossene Jugendclub soll vom Keller in das Erdgeschoss ziehen, wo sich auch die Begegnungsstätte und Tourismusinfo befinden werden. Im Obergeschoss sind dann Heimatmuseum, Veranstaltungssaal und eine neue Bibliothek zu finden. Das ganze Gebäude wird barrierefrei gestaltet, dazu gehört auch der Einbau eines Aufzugs. „Das ist heutzutage Standard. Auch Behindertenstellplätze vor dem Haus gehören selbstverständlich dazu“, so Kuhn.

Die baulichen Veränderungen werden auch den Vorplatz der ehemaligen Schule betreffen. Hier wird ein Aufenthalts- und Verweilzentrum entstehen. Damit wird das Bürgerhaus dann auch Teil des sogenannten Sanierungskonzepts „maritime Achse“. Dieser mit einem blauen Band im Fußweg gekennzeichnete Weg führt einmal quer durch den Ort: vom Bodden in die denkmalgeschützte Gartenstadt über die Schulstraße und Seestraße bis zur Ostsee.

Anne Ziebarth

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