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Ein Gastgeber mit Leib und Seele setzt sich zur Ruhe

Lancken-Granitz Ein Gastgeber mit Leib und Seele setzt sich zur Ruhe

Peter Pellegrin will die „Alte Mühle“ in die Hände einer seiner Enkelinnen geben

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Peter Pellegrin führt seit 1996 die Pension „Alte Mühle“ und kuschelt hier mit Katze Negra.

Lancken-Granitz. In seinem Garten blüht Peter Pellegrin auf. Mispeln, Feigen und Weinreben wachsen da, auch Fingerhut, Aronia, Lavendel, Kräuter, Birnen-, Apfel- und Kirschbäume gedeihen bestens auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände des Pellegrin’schen Anwesens. Seit 20 Jahren beherbergt der Hausherr in der „Alten Mühle“ Gäste. Für die stehen 13 Zimmer und sechs Ferienwohnungen zur Verfügung. Aber im nächsten Jahr soll Schluss sein. „Ich kann das nicht mehr machen“, sagt der 76-jährige gebürtige Erzgebirgler. Er hofft, dass seine Enkelin Caroline die Immobilie übernehmen und in bezahlbare Mietwohnungen umwandeln wird.

In seinem Garten schöpft Pellegrin Kraft. Die braucht er, denn seit vier Jahren liegt seine Frau Bärbel im Wachkoma. Sie wird zu Hause gepflegt, und vielleicht spürt sie, dass sich die ganze Familie um sie kümmert. Mittlerweile leben fünf Generationen der Pellegrins auf Rügen – drei von vier Kindern, drei Enkelinnen und der einjährige Urenkel Kolja. Auch Pellegrins 96 Jahre alte Mutter, die einst bis zu ihrem 60. Lebensjahr auf der Greifswalder Oie als letzte Leuchtturmwärterin der DDR ihren Dienst tat, wohnt auf dem Gelände.

Seit 56 Jahren sind Peter und Bärbel verheiratet. Ganz romantisch hatte ihre Beziehung begonnen. Pellegrin hatte die junge Frau beim Tanz in deren Geburtsstadt Riesa kennengelernt. Die hübsche Sächsin ging ihm nicht mehr aus dem Kopf, nur, wie konnte er sie wiederfinden? Nach Wochen entdeckte er ihr Gesicht auf einem Bild im Schaufenster eines Fotografen. Mit viel Überredungskunst gelang es dem jungen Mann, die Arbeitsstelle der Angebeteten in Erfahrung zu bringen. Also stellte er sich vor das Haus und wartete ab, bis sie heraus kam.

Mit seiner Braut war der junge Marineoffizier zunächst auf die Greifswalder Oie gezogen, später nach Sellin und Sassnitz. 1983 verließ er das Militär und wurde Personalchef des Feriendienstes in Binz. Nach der Wende arbeitete er als Sozialpädagoge im Bildungszentrum Nordost, in dem rund 120 Auszubildende des ehemaligen FDGB-Feriendienstes ihre Lehre beendeten. 1996 kaufte er das ehemalige Betriebsferienheim in Lancken-Granitz und wandelte es zum Gästehaus um. „Ich war immer gern Gastgeber“, sagt der Enkel eines italienischen Einwanderers.

S. Gilbert

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