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Rügen Ein Koordinator soll regionale Wirtschaft voranbringen
Vorpommern Rügen Ein Koordinator soll regionale Wirtschaft voranbringen
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00:10 23.03.2017
Prof. Dr. Hans-Dieter Knapp und Gundela Knäbe vom Verband nahmen den Fördermittelbescheid von Minister Backhaus entgegen. Quelle: Foto: Steffi Besch
Baabe

Im Biosphärenreservat Südost-Rügen soll ein neues Netzwerk entstehen, das Landnutzung und Naturschutz weiter verzahnen und miteinander in Einklang bringen soll. Dafür übergab Umweltminister Dr. Till Backhaus gestern Vormittag einen Förderbescheid in Höhe von 150000 Euro an den Verein Insula Rugia. Der hatte sich bei seiner Gründung im Jahre 1990 den Schutz, die Pflege und die Entwicklung der Insel Rügen zum Ziel gesetzt und ist auch im Biosphärenreservat Südost-Rügen aktiv. Bislang engagieren sich die Mitglieder ausschließlich ehrenamtlich.

Durch die finanzielle Unterstützung aus dem Landwirtschaftsministerium kann nun der 30-jährige Putbusser Lars Korn für die Koordination diverser Projekte und der Unterstützer des neuen Netzwerkes eingestellt werden.

Die Netzwerkarbeit soll dazu beitragen, die Zusammenarbeit von regionalen Akteuren im Biosphärenreservat Südost-Rügen auszubauen und zu festigen. Dabei soll den Unternehmen der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft eine Schlüsselrolle zukommen. „Ziel ist, regionale Agrarprodukte mit örtlichen Freizeitangeboten zu verknüpfen, um einen nachhaltig ausgerichteten, modernen Qualitätstourismus zu fördern“, konkretisierte der Minister.

„Es geht darum, Produkte auszuwählen oder zu entwickeln, die in Vermarktung und Außenwirkung für die Region als Markenbotschafter einen besonderen Stellenwert einnehmen können“, sagte er weiter. Das hörten die vielen anwesenden Partnerbetriebe des Biosphärenreservates gern. Denn Ziel der Netzwerkarbeit sei es eben auch, die ortsansässigen, engagierten Unternehmer zu stärken. Gleichzeitig sollen das Umweltbewusstsein und die touristischen Potenziale der Region für Einwohner und Gäste weiterentwickelt und gestaltet werden. Das geht praktisch unter anderem durch regionaltypische Gastronomie und Beherbergung. „Unsere Urlauber wollen nicht nur die Landschaft visualisieren und abspeichern, sondern auch den Geschmack einer Region erleben, Kultur, Geschichte und Tradition kennenlernen und erleben.“ Dazu soll es weitere Angebote für die unterschiedlichen Zielgruppen geben und die Urlauber für die Kultur- und Naturlandschaft im Südosten der Insel begeistert werden. Eine Idee ist der so genannte „Mönchgut Weg“. Dieser Vorschlag stammt vom Tourismus- und Gewerbeverein Mönchgut, der sich damit als Partner des Biosphärenreservates beworben hat. Bei dem Konzept geht es um die Entwicklung eines überregional bekannten Rundwanderweges über die Halbinsel. Geplant sind verschiedene Themenbereiche zu Denkmälern, Historie, Sagen und Märchen, Liedern und Tänzen und vielem mehr.

Auch das Thema nachhaltige Mobilität soll eine zentrale Rolle spielen. „Eine Aufgabe wird sein, Vorzeigeprojekte zu entwickeln, die die zukunftsfähige Mobilität für Touristen und Anwohner sichern, beispielsweise durch die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs", erklärte Backhaus. Dazu sollte das Netzwerk, das ein freiwilliger Zusammenschluss von Akteuren ist, um weitere Teilnehmer aus dem Naturschutz, verschiedenen Wirtschaftsbereichen, aber auch Vereinen und Verbänden erweitert werden.

Steffi Besch

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