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Rügen Ein Motorrad fängt für ihn bei 250 Kubik an
Vorpommern Rügen Ein Motorrad fängt für ihn bei 250 Kubik an
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00:00 24.02.2017

Das Alter findet der 77-jährige Fred Peters richtig spannend. „Ich lasse mich jeden Morgen überraschen, wo es wieder zwickt“, sagt er schmunzelnd. Der rüstige Rentner wohnt in einer uralten Kate, in der vor ihm schon Generationen seiner Familie gelebt haben. „Bis jetzt geht’s noch“, meint er, denn er fährt noch Auto und hält sich mit der Arbeit im Garten fit. Den Einkauf in Sagard nutzt er gern für ein Treffen mit alten Bekannten. Dann wird Kaffee getrunken und ein bisschen geklönt.

Früher war Peters der Biker von Nardevitz. „Ich habe erst Mitte der achtziger Jahre mein erstes Auto gehabt“, sagt der gelernte Schlosser, der fast sein ganzes Berufsleben als Schweißer bei der Eisenbahn in Sassnitz zugebracht hat. Ein Motorrad fängt für ihn bei 250 Kubik erst an. Erst besaß er eine Pannonia, dann eine MZ. Und zu Motorradrennen – etwa an der berüchtigten Bernauer Schleife nördlich von Berlin – ist er auch immer gern gefahren. Oft war der allein lebende Senior auch mit der Bahn unterwegs. Der Besuch der Leipziger Messe war für ihn und seine Freunde lange Jahre ein fester Termin im Kalender.

Heute geht es Peters gemächlicher an. Pünktlich um 6.30 Uhr steht er morgens auf, „dann wurstele ich hier rum, mehr draußen als drinnen“. Er hat Kartoffeln im Garten und ein paar Hühner im Hof. Gute Bekannte gibt es, doch die werden immer weniger. Einer seiner alten Biker-Kumpel lebt noch in Binz. Die Freunde aus Kindheitstagen sind fast alle aus Nardevitz weggezogen. Dabei lebten hier in seiner Jugend rund 30 Kinder. Mittlerweile gibt es eine Menge zugezogener Leute im Dorf, „die kenne ich nicht“. Zudem hat der Tourismus nach seinen Beobachtungen kräftig zugenommen: „Die Touristen werden immer mehr, die Autos immer größer.“sg

OZ

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