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Rügen Ein Unfall hat Daniel Gottwalds Leben auf den Kopf gestellt
Vorpommern Rügen Ein Unfall hat Daniel Gottwalds Leben auf den Kopf gestellt
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00:00 05.05.2017
Tribbevitz

Ein Unfall vor 19 Jahren hat das Leben von Daniel Gottwald völlig auf den Kopf gestellt. Damals war der heute 40-Jährige mit seinem Opel Kadett gegen einen Baum gerast. Warum, das weiß er bis heute nicht. Er weiß nur eines: Die Folgen des Crashs – Schmerzen und eingeschränkte Mobilität – wird er wohl sein Leben lang spüren. „Die Bäume auf der Insel sind gefährlich“, sagt er heute.

Gottwald lebt mit seiner 37 Jahre alten Frau Daniela und Tür an Tür mit Bruder Oliver in einem alten Haus in Tribbevitz. Nach und nach haben die Geschwister das verfallene Gemäuer „mit ganz vielen Freunden“ saniert.

Seine Daniela hatte Daniel auf einem Parkplatz in Bergen kennengelernt. „Es hat aber noch ein bisschen gedauert“, bis sich das Paar traute. Vor ziemlich genau acht Jahren haben die beiden im Schloss von Ralswiek den Bund fürs Leben geschlossen. Der Beitrag der Gottwalds zur Verjüngung ihres Wohnortes Tribbevitz mit seinen gerade einmal 28 Einwohnern ist nicht hoch genug einzuschätzen, denn mit ihren Söhnen, dem 15-jährigen Joé und seinem vier Jahre jüngeren Bruder Jordan, ist wieder jugendliche Unbeschwertheit ins alte Dorf zurückgekehrt.

Während der IT-Systemkaufmann Daniel zur Zeit wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen zu Hause ist, fährt Daniela als mobile Friseurin über die Insel, um zumeist älteren Kunden den Kopf zu waschen und die Haare in Fasson zu bringen. Nebenbei betreibt sie zu Hause ein Nagelstudio. Die jungen Gottwalds gehen noch zur Schule. Vielleicht wird Joé einmal Erzieher, und wenn Jordan bei seinem Plan bleibt, wird er später als Polizist für Recht und Ordnung sorgen.

Der Bruder nebenan, die Eltern in Neuenkirchen: Daniel Gottwald fühlt sich in der idyllischen Gegend der Normannschen Halbinsel verwurzelt.

Sein Großvater Eduard hat ihn sehr geprägt. „Opa war immer hier“, betonen die Gottwalds, doch nun lebt der 91-Jährige im Gingster Pflegeheim. Einst hatte der Senior auf dem Gut von Liddow gearbeitet und dem Enkel von entbehrungsreichen Zeiten erzählt. „Damals wurde die Suppe mit Boddenwasser gekocht, weil es kein Salz gab.“ Vom Großvater hat Daniel auch gelernt, alteingesessene Rüganer von Zugezogenen zu unterscheiden: „Wer kein Platt kann, ist nicht von hier.“

sg

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