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Rügen Ein besonderer Ort des Gedenkens
Vorpommern Rügen Ein besonderer Ort des Gedenkens
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16:20 24.11.2017
Mitglieder des Fördervereins „Museum Ostseebad Binz“ bei ihrem Arbeitseinsatz am Lapidarium auf dem Binzer Friedhof. Quelle: Peter Schwarz
Binz

Alfred Lohm (1893 –1968) war in Binz vielen Menschen bekannt. Er sorgte von 1925 bis 1939 für Ordnung und Sicherheit im Badeort. Seinen Grabstein hat der FördervereinMuseum Ostseebad Binz“ jetzt in das Lapidarium auf dem Friedhof in Binz überführt.

Um Persönlichkeiten des Ortes mehr in den Fokus zu rücken, wurde im Jahre 2005 das sogenannte Lapidarium (eine Sammlung ausgewählter Grabsteine) auf dem Binzer Friedhof eingeweiht. Dies geschah auf Initiative des FördervereinsMuseum Ostseebad Binz“ und den über die Inselgrenzen hinaus bekannten Prof. Dr. Karl-Ewald Tietz, der am 2. November 2011 verstarb und seine letzte Ruhestätte auf dem Binzer Friedhof fand.

Das Lapidarium ist eine abgeteilte Fläche von etwa 100 Quadratmetern innerhalb des Friedhofes Binz, die dem Förderverein von der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt wurde. Auf dem hergerichteten Platz im oberen Teil des Friedhofes, der mit einem schwarzen Kreuz gekennzeichnet ist (siehe Fotomitte), stehen bereits mehrere Grabsteine längst Verstorbener, die für die Entwicklung des Ostseebades wichtig waren oder die aus anderen Gründen nicht in Vergessenheit geraten sollten. So auch der Grabstein eines Kindes von 1914.

„Das Lapidarium ist eine Sammlung historisch wertvoller Grabsteine. Nach Ablauf einer bestimmten Liegezeit werden Gräber aufgelassen und in der Regel geräumt. Um das Andenken bestimmter Binzer Persönlichkeiten zu erhalten, werden deren Grabsteine nach Absprache in das Lapidarium des Fördervereins aufgenommen und auch gepflegt“, erklärt Vorstandsmitglied Jürgen Runge.“ Die Geschichten, die es zu diesen Personen gibt, werden in einer Broschüre erzählt. „Dort liest man über Fischer, Gasthofbesitzer, Apotheker, Mediziner, Kaufleuten und vielen anderen Binzern mit einer besonderen Lebensgeschichte“, so Runge.

Gerit Herold

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