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Einen neuen Dünenpark für die Binzer

Bergen Einen neuen Dünenpark für die Binzer

Wohnungsgenossenschaft will Grünfläche zum Spielen und Erholen herrichten.

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Ein neuer „Dünenpark“ im Wohngebiet

Renate Eckardt und Carsten Richter vom Vorstand der Genossenschaft vor dem Plan für den Binzer „Dünenpark“.

Quelle: Maik Trettin

Bergen. In Binz soll ein zweiter „Dünenpark“ entstehen. Der wird allerdings etwas ganz anderes beinhalten als die jetzige Ferienwohnanlage auf dem Gelände der früheren Gärtnerei. Das Karree zwischen Dollahner und Dünenstraße will die Wohnungsgenossenschaft Rugard als Grünfläche gestalten. Kinder sollen hier spielen, Erwachsene entspannen können.

Das etwa 1600 Quadratmeter große Areal hatte die Genossenschaft von der Gemeinde Binz gekauft — mit einer wichtigen Auflage: „Sie darf in den nächsten 20 Jahren nicht bebaut werden“, sagt Renate Eckardt, die zusammen mit Carsten Richter den Genossenschaftsvorstand bildet. Was auch völlig unsinnig wäre, sind sich beide einig. Die Binzer wollen keine noch dichtere Bebauung, sondern brauchen mehr Grün- und Erholungsflächen in der Nähe ihrer Wohnhäuser. „Dabei bleibt die natürliche, hügelige Dünenlandschaft mit den Bäumen erhalten“, so Eckardt. Es soll ein Weg angelegt werden, auf dem die Kleinen nach Zahlen wandern können. Einen Rutschhügel soll es geben und verschiedene Spielgeräte. An einer Freifläche werden auf einer Hinweistafel die Regeln für traditionelle Spiele wie Hopse und Gummitwist erklärt. „Die kennt die heutige Generation ja kaum noch“, bedauert die Vorstandsfrau. Zur Sicherheit der Kinder wird das an die Wohngebietsstraßen grenzende Gelände eingezäunt. Die Türen bleiben allerdings offen, und zwar für alle Kinder. Die sollen die neu gestaltete Fläche zum Kindertag in Beschlag nehmen können.

Die Errichtung des „Dünenparks“ wird die wichtigste Neubaumaßnahme der Wohnungsgenossenschaft Rugard in diesem Jahr. Die anderen großen Investitionen sollen in die Sanierung und Instandsetzung des Bestandes fließen. „In zwei Aufgängen in der Rotenseestraße in Bergen werden wir die Sanitär- und Elektrostränge sanieren“, kündigt Richter an. In dem Zusammenhang sollen die Bäder der betreffenden Wohnungen umgebaut werden: Die Badewannen werden dabei durch Duschen ersetzt. Im Otto-Grotewohl-Ring 13 bis 15 in Bergen-Süd ist eine Sanierung der Balkone geplant. An allen Standorten, an denen die Wohnungsgenossenschaft vertreten ist, also in Bergen, Binz, Samtens, Glowe, Putbus und Lauterbach, stehen Instandsetzungsmaßnahmen an, unter anderem in den Kellern, Treppenhäusern und an den Fassaden. Letztere ziehen gerade dann, wenn sie wärmegedämmt sind, Algen an und brauchen regelmäßig einen neuen Anstrich. Dabei soll künftig nicht mehr nur der bisherige aufgefrischt werden. Die Maler werden nun jedesmal mit einer anderen Farbe anrücken. So falle es noch leichter ins Auge, wenn eine Fassade renoviert wurde.

Mehrere Millionen Euro wird die Genossenschaft 2015 investieren — und zwar lediglich in den Bestand. Das ist teuer, sagen Richter und Eckardt. Unter anderem wegen der Auflagen nach der Energieeinspar- und der Brandschutzverordnung mache es finanziell mittlerweile kaum noch einen Unterschied, ob man neu baue oder ein altes Haus saniere. Sind Neubauten beliebter und stärker nachgefragt? Das, so Renate Eckardt und Carsten Richter, könne man nicht pauschal beantworten. Drei Euro pro Quadratmeter zahlt man für die günstigste, achteinhalb Euro pro Quadratmeter für die teuerste Wohnung des Unternehmens. „Die Bedürfnisse der Mieter klaffen von Jahr zu Jahr stärker auseinander“, haben Renate Eckardt und ihre Kollegen feststellen müssen. Während die einen einen bestimmten Luxus-Standard wollen, muss Wohnen für andere vor allem preiswert sein. Die Nachfrage nach teilsanierten, günstigen Wohnungen ist permanent groß, ergänzt Carsten Richter. In Bergen sieht man solche Entwicklungen mit Skepsis. Einerseits steigen die Wohnstandards stetig, sei es durch politische Entscheidungen oder schlicht und einfach durch die Altersstruktur in der Region.

Andererseits kommen weder die Einkommen der Bürger noch die staatliche Unterstützung mit diesem Wachstum mit. Viele Senioren, nennt Eckardt ein Beispiel, könnten von ihrer geringen Rente schlicht und einfach keine altersgerechte Wohnung mit Fahrstuhl bezahlen.

Wohnen mit Tradition
2667 Wohnungen und 19 Gewerbeeinheiten gehören zum Bestand der Wohnungsgenossenschaft Rugard in Bergen. Die wurde 1957 als Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG) „Ernst Moritz Arndt“ gegründet. 77 Prozent der Wohnungen sind voll-, 23 Prozent teil modernisiert, 20 Prozent haben einen Fahrstuhl.
Die hügelige Dünenlandschaft mit den Bäumen bleibt erhalten.“Renate Eckardt, Wohnungsgenossenschaft

 



Maik Trettin

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Binz
Renate Eckardt und Carsten Richter aus dem Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Rugard in Bergen vor dem Plan für den Binzer „Dünenpark“.

Im Binzer Wohngebiet an der Dünen- und der Dollahnerstraße richtet die Wohnungsgenossenschaft Rugard eine Grünfläche als Spielplatz und Ruhezone her.

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