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Rügen Eingangsgebäude am Tierpark auf Rügen gesperrt
Vorpommern Rügen Eingangsgebäude am Tierpark auf Rügen gesperrt
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08:06 19.07.2016
Ein rot-weißes Band verwehrt den Zugang. Die Stadtverwaltung hat das marode Eingangsgebäude des Tierparks in Sassnitz gesperrt. Quelle: Udo Burwitz
Sassnitz

Das Empfangsgebäude des einzigen Tierparks auf der Insel Rügen in Sassnitz ist für Besucher tabu. Die Stadtverwaltung hat den Zugang und das Haus gesperrt. Das Gebäude ist marode und weist große Risse im Mauerwerk auf. Die Sperrung sei aus Sicherheitsgründen notwendig geworden, teilt Claudia Klemens, Bauamtsleiterin in Rügens Hafenstadt, mit.

Die Stadtverwaltung hat das Eingangsgebäude am Tierpark, in dem sich neben dem Kassenbereich auch Besuchertoiletten befinden, durch einen Experten untersuchen lassen. Der Sachverständige hat laut Klemens die Risse unter die Lupe genommen, von denen manche bereits vom Dach bis zum Boden reichen und gut einen Zentimeter breit sind. Nach Einschätzung des Experten ist die Standfestigkeit des Gebäudes gefährdet. Das Gefahrenpotenzial sei so groß, dass ein sicherer Betrieb nicht garantiert werden kann. Die Verwaltung reagierte und nahm die Sperrung vor.

Als Provisorium für das Kassieren des Eintritts und die Besucherinformation soll jetzt ein Container an der Zufahrt zum Tierpark unmittelbar vor dem gesperrten Eingangsgebäude aufgestellt werden. Für die Toiletten im Haus, die ebenfalls nicht mehr benutzt werden können, wurde bereits eine Übergangslösung geschaffen. Im Tierpark wurden Dixi-Toiletten aufgestellt.

Die Stadt feilt seit Jahren an einem Konzept, um den Tierpark attraktiver zu gestalten. Viele seiner Gehege entsprechen nicht mehr den strengen Zoorichtlinien der EU. Ohne Modernisierungsmaßnahmen droht der Anlage das Aus. Doch ein Konzept zur kompletten Neugestaltung des Tierparks für gut zwei Millionen Euro hat die Mehrheit der Kommunalpolitiker aus Kostengründen abgelehnt und eine abgespeckte Variante gefordert. Der Tierpark soll zum Heimattiergarten profiliert werden. Offen ist allerdings, ob der Kommune dafür auch eine 90-prozentige Förderung wie für die komplette Neugestaltung in Aussicht gestellt wird. Bereits am Dienstag werden die Stadtvertreter erneut über die Tierpark-Zukunft diskutieren.

Udo Burwitz

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