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Rügen Einst Station der Kleinbahn
Vorpommern Rügen Einst Station der Kleinbahn
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00:00 23.06.2017

Ein Netz von Kleinbahnstrecken überzog einst Rügen: Der Ausbau des Schmalspurnetzes erfolgte 1895 bis 1918. Fahrten mit der Rügenschen Kleinbahn dienten nicht vorrangig dem Urlaubsvergnügen der Sommerfrischler, sondern vor allem dem Transport von Menschen und landwirtschaftlichen Produkten. Früher befuhren die Dampfloks mit ihren Waggons auch die Nordstrecke von Bergen über Bubkevitz, Trent, Wittower Fähre und Wiek bis Altenkirchen.

Von den Gütern wurde die Fracht mit Loren an die Bahnstationen gebracht. Dort wurden Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben, Dünger und Schlachttiere in die Bahn verfrachtet und nach Bergen gefahren. Die Kleinbahn war das wichtigste Transportmittel der Gegend, denn bis 1958 war Bubkevitz sonst nur über Landwege zu erreichen. Die waren bei Regen und im Winter in einem so katastrophalen Zustand, dass einmal sogar ein Mann betrunken vom Bock gefallen und im Modderloch ertrunken ist.

Das Aus kam für die Bahn Ende der 1960er Jahre. Heute werden die ehemaligen Trassen oft als Rad- und Wanderwege genutzt. In Bubkevitz an der Abzweigung nach Zirmoisel erinnerte noch bis Mitte der 2000er Jahre eine Wartebude an die Kleinbahn-Ära. Die Ecke wurde von Einheimischen „Proppentrecker“ genannt, weil die Arbeiter beim Warten auf die Bahn mit einem Schluck aus der Pulle ihren Feierabend eingeläutet haben.

sg

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