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Rügen Eklat in Dranske: Bürgermeister ausgesperrt
Vorpommern Rügen Eklat in Dranske: Bürgermeister ausgesperrt
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04:46 07.03.2013

Die will er Dienstag am späten Nachmittag im Lehrerzimmer der ehemaligen Grundschule abhalten. Doch Ahlers kommt nicht rein. „Man hat mich ausgesperrt, die Schlösser wurden ausgetauscht“, wettert Ahlers.

Die Dransker erlebten am Dienstag ein Novum: „Meine Bürgermeister-Sprechstunde habe ich trotzdem durchgeführt — unter freiem Himmel“, sagt Ahlers. Die sei ihm wichtig gewesen, „weil ich die Dransker unbedingt wissen lassen wollte, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen mich eingestellt hat.“ (OZ berichtete gestern). Zur Sprechstunde habe er sich vorsorglich schon den dicken Mantel angezogen, sagt er. „Weil ich eine Vorahnung hatte, dass mir trotz Verfahrenseinstellung weiterhin Steine für die Amtsausübung in den Weg gelegt werden.“

Rita John kontert: „So lange die Gemeindevertretung die Suspendierung von Herrn Ahlers nicht aufgehoben hat, ist er auch nicht berechtigt, die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters zu führen“, sagt die CDU-Kommunalpolitikerin. John übt seit mehr als zwei Jahren das Ehrenamt des Gemeindeoberhauptes amtierend aus, nachdem Gemeindevertreter Ahlers Unregelmäßigkeiten in seinen Vermögensverhältnissen vorgeworfen hatten und ihn das Dransker Parlament 2010 suspendiert hatte. Die Staatsanwaltschaft Stralsund wurde aktiv, hat ihre Ermittlungen gegen Ahlers jetzt aber eingestellt. Ahlers sieht sich rehabilitiert.

Die Gemeinde reagiert gestern mit einer Pressemitteilung. „Die Einstellung des Verfahrens erfolgte nicht, weil die erhobenen Vorwürfe haltlos waren, sondern weil die Staatsanwaltschaft die Schuld als gering ansieht und damit kein öffentliches Interesse an einer Klageerhebung“ habe, heißt es darin. Verwiesen wird darauf, dass ein Verfahren zur Rücknahme der Ernennung von Ahlers zum Ehrenbeamten in der Funktion des Bürgermeisters ebensowenig wie ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingestellt sind. Außerdem habe die Gemeindevertretung das Verbot zum Führen der Dienstgeschäfte nicht aufgehoben.

Insofern könne Ahlers noch nicht als Bürgermeister der Gemeinde fungieren und damit auch keine Bürgermeistersprechstunden abhalten.

Entschieden tritt John Mutmaßungen entgegen, Ahlers sei absichtlich ausgesperrt worden. „Die Schlösser an der Schultür wurden nicht ausgetauscht“, sagt sie. Vielmehr sei sie am Dienstagvormittag informiert worden, dass das Türschloss nicht funktioniere. Daraufhin habe sie den Bauhof beauftragt, nachzusehen und den Defekt zu beheben. John gestern: „Heute früh hat alles wieder funktioniert.“

Ahlers hingegen glaubt nicht an solche Zufälle.

Udo Burwitz

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