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Rügen Emil, Sophie und andere junge Reporter im Festival-Fieber
Vorpommern Rügen Emil, Sophie und andere junge Reporter im Festival-Fieber
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03:41 04.03.2013
Die Hornisten Emil Brandenburg (r.) und Anton (l.) k�nnen mit ihrem Bruder Jakob jederzeit ein St�ndchen darbringen. Fotos (2): Lena Roosen

Die 13-Jährige und der Zwölfjährige, beide Schüler am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, haben sich auf den Aufruf des Musikfestivals „Festspielfrühling Rügen“ gemeldet, der vom 15. bis zum 24.

März wieder interessante Konzerte auf die Insel bringt und dieses Mal mit einem neuen Projekt aufwartet: „RhapsodyReporters“. „Junge Reporter gesucht“, hieß es Ende Januar in mehreren Anzeigen und Zeitungsartikeln.

Vier Schüler haben sich bislang beworben, mindestens sechs können zum Kreis der jungen „Kritiker“ noch vorstoßen. Start von „RhapsodyReporters“ ist am 16. März. Dann wird Projektleiterin Julia Kaiser den Schülern in einem Vorbereitungskurs das journalistische Handwerkszeug beibringen. Schon am nächsten Tag beginnt der „Ernst des Lebens“, die Praxis. Die Schüler besuchen das Festival-Konzert im Kurhaus Binz und haben dort gleich die Chance, den Erfinder der Initiative zu interviewen, den Pianisten Lars Vogt. „Das wird erst einmal ein Gruppeninterview, man muss ja nicht gleich ins ganz heiße Wasser springen“, weiß Journalistin Kaiser, die bereits viel Erfahrung bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Festivals gesammelt hat.

Von Vogt stammt die Grundidee zu den „Reportern“, „Rhapsody in School“, in Zusammenarbeit mit renommierten Musikern und Schulen eine erfolgreiche Methode, Schüler an die klassische Musik heranzuführen. Jede Schule kann sich um den Besuch eines Musikers bewerben. Auf Rügen funktionierte das bereits beim letzten Festspielfrühling ausgezeichnet. Mit dabei waren das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium in Bergen, die Freie Schule in Dreschvitz, die Grundschule in Sellin und die Bergener Schule am Rugard. Sie alle nehmen wieder teil und freuen sich auf die Besuche der Mitglieder des Fauré-Quartetts und ihrer musizierenden Gäste.

Dass die „Reporter“ nicht unbedingt selbst Musik machen müssen, betonen die Veranstalter. „Gut beobachten und Fragen stellen können“ — das seien die wichtigsten Voraussetzungen, um als Jung-Journalist zum Einsatz zu kommen. Sophie und Emil bringen diese Qualitäten auf jeden Fall mit, beide sind aber auch musikalisch begabt. Emil spielt Horn und Klavier, Sophie Klavier, vor allem Keyboard, und Gitarre. Öffentliche Auftritte sind für die beiden Jugendlichen das „Größte“. Emil erinnert sich an Tschaikowskys Nussknacker-Suite, die er als Hornist im Bergener Blasorchester auf die Bühne brachte. Sophie wird den Abend im Putbusser Theater mit ihrer Schülerband Teens nie vergessen. „Das war das Highlight meiner Rock-Karriere.“

Als Musikreporter werden Emil und Sophie demnächst neue Erfahrungen sammeln. Offen sind beide für alle Musikstile. „Wir spielen alles, von Klassik bis Pop“, erzählt Emil über sein Blasorchester.

Jetzt schon freuen sie sich auf die Herstellung der Festivalzeitung „Rhapsody Report“. Emil, der am Gymnasium eine Extra—Musikklasse besucht, wird bei dieser Arbeit auf besondere Erfahrungen zurückgreifen können. An seiner früheren Schule hat er die Zeitung „Dreschvitzer Allgemeine Schulhofnachrichten“ herausgegeben.

„RhapsodyReporters“
12 bis 19 Jahre dürfen die Jungjournalisten sein, die während des Festivals „Festspielfrühling Rügen“ an dem Projekt „RhapsodyReporters“ teilnehmen können. Die bundesweite Initiative startet zum ersten Mal auf der Insel und versteht sich als begleitendes Workshop-Programm zu Musikfestivals. Die Initiative bietet jungen Zuschauern die Möglichkeit, sich aktiv mit dem musikalischen Programm des Festivals auseinanderzusetzen, ihre Meinung dazu auszudrücken und so zum kundigen Publikum der Zukunft zu werden. Bis zum 11. März sind noch Bewerbungen unter rhapsody@festspiele-mv.de möglich.

Lena Roosen

Einen neuen Pflegestützpunkt für den Landkreis Vorpommern-Rügen hat die Verwaltung in der vergangenen Woche eingerichtet. Der Sitz ist in der Marienstraße 1 in Stralsund.

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