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Empört euch – auch weiterhin!

Bergen Empört euch – auch weiterhin!

Im Medienzentrum Bergen wird dem Weltbürger Stéphane Hessel und seiner Philosophie gedacht

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Wolfgang Knappe, Vorsitzender der Maria Pawlowna Gesellschaft, vor einem Portrait des Autors Stephane Hessel.

Quelle: Foto: Hannah Luise Kastner

Bergen. Mit einer neuen Ausstellung startet das Bergener Medien- und Informationszentrum am Markt in den Frühling. Die Schau unter dem Titel „Die Würde des Menschen...“

ist dem Lebenswerk des französischen Widerstandskämpfers und Autors Stéphane Hessel (1917-2013) gewidmet. Der Schriftsteller, der mit seinem 2010 veröffentlichten und nur 14 Seiten starken Essay „Empört euch!“ (Originaltitel: Indignez-vous! ) internationale Bekanntheit erlangte, verstarb im Februar 2013 in Paris. Im Herbst wäre er 100 Jahre alt geworden.

Zu diesem Anlass ist eine Wanderausstellung kuratiert worden, die großformatige Portraitaufnahmen Hessels mit Zitaten von Prominenten zu den Themen Frieden und Menschenwürde und Widerstand beschäftigen. „Vielleicht besteht die einzige Würde des Menschen in seiner Fähigkeit, sich achten zu können“, heißt es beispielsweise in einem der Zitate von George Santayana, einem der einflussreichsten Vertreter der amerikanischen Philosophie des 20. Jahrhunderts. Auch Gedanken und Sinnsprüche von Thomas Mann, George Washington oder Johann Wolfgang von Goethe finden sich in der Ausstellung.

Die Ausstellung wurde von Karin Breitenfeldt, Mitglied im Kreisvorstand der Linken, und dem Maler und Lyriker Walter Goes aus Bergen eröffnet. Als besonders interessant stellte sich auch der Beitrag von Wolfgang Knappe heraus. Der Vorsitzende der Maria Pawlowna Gesellschaft aus Wismar hat Stéphane Hessel persönlich kennen gelernt und erzählte über ihn und ihre gemeinsamen Begegnungen. „Stephan Hessel strotzte nur so vor Lebensfreude“, sagte er. „Was außergewöhnlich ist, nach dem was er durchgemacht hat.“

1937 wird der deutsche Staatsbürger Hessel Franzose, vier Jahre später schließt er sich der Résistance an. Die Gestapo stellt ihm 1944 in Paris eine Falle. Er überlebt brutale Folter und die Konzentrationslager Buchenwald und Dora. Aus einem Zug, der ihn nach Bergen-Belsen bringen soll, gelingt ihm 1945 schließlich die Flucht.

Hessel blieb sein Leben lang politisch aktiv und vertrat eine klare Meinung. In seiner Schrift „Empört Euch“ übt er Kapitalismuskritik und ruft zum gewaltlosen Widerstand auf. Seine Schrift führte zur Bewegung der Empörten, die sich gegen den Finanzkapitalismus und die Sparpolitik auflehnte. „Er ist bis ins hohe Alter immer gern auf Menschen zugegangen und hat das Gespräch gesucht“, so Knappe.

Dieses Gefühl wollen die Veranstalter weiter geben. „Man möchte den Tatendrang der Bevölkerung wecken und natürlich auch die Person Hessels in der Erinnerung bewahren“, sagte Karin Breitenfeldt. Die Ausstellung kann noch bis zum 30. Juni besucht werden.

Hannah Luise Kastner

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