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Rügen Energie einmal selbstgemacht
Vorpommern Rügen Energie einmal selbstgemacht
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00:05 20.09.2016
Robert Karbe aus der 8a liebt die praktischen Schulaufgaben wie hier an der Bohrmaschine. Quelle: Martina Zabel

Anschaulich. Praktisch. Gut. So bewerten die Schüler aus der Gingster Schule ihre Projektstunden mit dem EWE-Mobil, das auf Rügen in diesem Jahr nur einmal hier im Westen der Insel Station machte. Über 75 Schüler aus den Klassenstufen 7 und 8 erhielten an zwei Projekttagen Einblicke in die Zukunft der erneuerbaren Energien und stellten unter fachmännischer Anleitung eigene kleine Produkte her. Während die Jüngeren das Mini-Windrad bauten und dazu viel Fingerspitzengefühl brauchten, versuchten sich die Achtklässler an den Kurbelleuchten.

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Gingster Schüler bauen mit EWE-Trainern Mini-Windräder und Kurbelleuchten

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Schule Gingst

75 Schüler aus den Klassenstufen 7 und 8 erhielten an zwei Projekttagen Einblicke in die Zukunft der erneuerbaren Energien und stellten unter fachmännischer Anleitung eigene kleine Produkte her. 60 bis 80 Schulen nutzen die EWE-Aktion in einem Kalenderjahr.

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„Das Praktische steht natürlich im Vordergrund“, erklärt Cord Rademacher das Anliegen der EWE-Aktion, die 60 bis 80 Schulen in einem Kalenderjahr nutzen. In Niedersachen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Teams mit je einem Mobil unterwegs. Das Praktische ist einfach erklärt: „Schüler lesen Arbeitsanleitungen und müssen diese verstehen, um sie umzusetzen. Sie bauen alles selbst und lernen dabei den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen. Alles passend zum Thema Energie“, fasst Axel Warnken von der EWE zusammen.

Die Thematik der Thementage, so sind sich beide Energie-Trainer einig, sei unumgänglich vor dem Hintergrund der Energiewende. Die Jugendlichen sollten beizeiten damit konfrontiert werden und sich sinnvoll und lehrreich auseinandersetzen. Projektleiterin Ramona Hatrath sieht darüber hinaus einen weiteren Lerneffekt: „Diese Arbeitszeit fördert auch die Sozialkompetenz der Schüler. Sie helfen sich unproblematisch mit ganz praktischen Hinweisen bei der Verwendung von Werkzeugen oder dem Zusammenbauen der Einzelteile“, sagt die AWT-Lehrerin der Schule Gingst. Deswegen habe sie diese ganz praktischen Lernstunden in das Konzept der Berufsorientierung eingebaut, das sie seit Jahren zusammen mit allen Lehrkräften der Schule weiterentwickelt. Von der 5. bis zur 10. Klasse beschäftigen sich die Schüler neben den Aufgaben in Praktika mit unterschiedlichen, altersgerecht zugeschnittenen Bausteinen im Unterricht und in den Projektwochen. Dafür gab es bereits vor drei Jahren das Berufswahlsiegel des Landes. Die beteiligten Schüler genießen diese EWE-Tage wie etwa Robert Karbe aus der 8a: „Das macht viel mehr Spaß als Unterricht. Man kann sich bewegen, etwas tun und muss nicht dauernd leise sein.“ Er findet es wichtig, sich einmal damit zu beschäftigen, woher der Strom eigentlich komme und damit mehr zu tun, als ihn einfach nur zu nutzen. Sein Klassenkamerad Marvin Pahlke hat noch mehr mitgenommen: „Atomkraftwerke sind keine dauerhaften Lösungen mehr. Wir brauchen grüne Energien, die niemandem schaden.“ Das haben am Ende alle verstanden: anschaulich, praktisch und gut.

André Farin

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