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Rügen Erster großer Herbststurm fegt durch MV
Vorpommern Rügen Erster großer Herbststurm fegt durch MV
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08:17 07.10.2016
In Binz auf Rügen musste ein Bagger am Mittwochabend Sturmschäden am Strand verhindern. Quelle: Kay Steinke
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Stralsund/Binz/Rostock/Greifswald

Nach einer erneut stürmischen Nacht drückt die Ostsee noch immer auf die Ostküsten von Mecklenburg-Vorpommern. Auf Rügen bot sich an der Seebrücke Binz in den Nachmittags- und Abendstunden ein spektakuläres Schauspiel. Durch den Sturm wurde die Ostsee so weit ins Landesinnere gedrückt, dass der Strand teilweise nicht mehr zu sehen war. Die Feuerwehr Binz wurde zu zwei Einsätzen am Strand gerufen.

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Mit Windstärke 8 und Pegelständen von 1,10 Meter über normal traf der Sturm in der Nacht zum Donnerstag die Ostseeküste. Bislang gibt es weniger Schäden als befürchtet.

Am Strandaufgang 9 drohte ein Imbissstand ins Meer zu rutschen, die Feuerwehr und Kurverwaltung zogen den Stand mit schwerer Technik in die Dünen. Auch Schilder an der Strandpromenade mussten gesichert werden. Unmittelbar an der Seebrücke war ein weiterer Imbiss in Not. Mit einem Radlader versuchten Helfer zunächst Sand aufzuschütten, um den Imbiss zu schützen. Nach ersten OZ-Informationen konnte der Imbiss in der Nacht abgebaut werden. Zahlreiche Strandkörbe wurden ein Opfer der Fluten.

In Glowe auf Rügen hat die Sturmflut große Teile der Düne abgetragen. Hier hatten die Strandkorbbesitzer ihre Körbe rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Auch eine mobile Rettungswache konnte mit einem Traktor auf die Dünen gezogen werden.

Stralsund: Pegelstand bei 1,10 Meter über normal

Der erste große Herbststurm des Jahres ging laut Polizei in Stralsund ohne nennenswerte Schäden ab. Die meisten Leute hatten sich offenbar auf die Sturmwarnung gut eingestellt und waren am Abend zu Hause geblieben. „Wir hatten eine ungewöhnlich ruhige Verkehrslage“, sagte am Donnerstag der Leiter des Polizeihauptreviers Stralsund, Dietmar Grotzky. Auch der Wasserschutzpolizei wurden keine größeren Schäden gemeldet. Laut eines Sprechers der Behörde hatte der Pegel seinen Höchststand um 21.22 Uhr erreicht und betrug 1,10 Meter über normal. Das hielt bis 21.47 Uhr an. Danach ging der Pegel bereits wieder zurück.

Sturmflut verursacht Schäden in Greifswald

Im Kreis Vorpommern-Greifswald sind die ersten Sturmschäden aufgelaufen. „Wir haben mehrere Stellen, an denen die Deiche weich werden“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. In Greifswald-Ladebow musste noch in der Nacht eine Schadstelle mit Sandsäcken abgedichtet werden. Auch in Leopoldshagen sei ein Deich durchgeweicht. Deichläufer hätten noch in der Nacht begonnen, die Küstenschutzanlagen zu kontrollieren. Seit dem Abend sinken in Greifswald die Pegelstände langsam.

Defekte Autos und umgestürzte Bäume auf Usedom

Am Abend und in der Nacht zu Donnerstag rückten die Feuerwehren auf der Insel Usedom viele Male aus. Oft lösten umgestürzte Bäume den Alarm aus. In Koserow wehte der Unterstand von Ponys weg und ein großer Ast durchbrach die Frontscheibe eines Fahrzeuges. In Zempin musste die Feuerwehr die Düne mit Sand sichern. An der gesamten Küste gerieten immer wieder noch nicht abgeholte Strandkörbe in „Seenot“. Am Donnerstagmorgen standen oft nur noch die letzten Reste des Korbes am Strand.

Hannes Ewert

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