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Rügen Familie Dorissen gibt dem „Bernstein“ seinen Schliff
Vorpommern Rügen Familie Dorissen gibt dem „Bernstein“ seinen Schliff
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07:53 22.04.2013
Sandra und Thomas Dorissen auf ihrer Dachterrasse am Hotel. Hier lassen sie gerne mal die Seele baumeln und genie�en den herrlichen Blick vom Selliner Hochufer auf das Meer. Fotos (2): Gerit Herold Quelle: Gerit Herold

Das Hotel Bernstein am Selliner Hochufer war 1993 das erste Hotel im Ostseebad, das nach der Wende wiedereröffnet wurde. „Wir waren froh, dass wir so ein schönes Haus im Ort bekommen haben“, resümiert Sellins Bürgermeister Reinhard Liedtke und zollt Respekt: „Es ist eine Erfolgsstory.“

Die begann genau vor 20 Jahren. Mitarbeiter der ersten Stunde waren Uschi Grieger, Marina und Detlef Nützmann, Beatrix Michel und Uwe Schediwie, die dem 4-Sterne Superior Hotel bis heute die Treue halten. „Das ist ungewöhnlich für ein Hotel. Sie leben das Bernstein“, freut sich Thomas Dorissen (43). Er und seine Frau Sandra (41) sind die Pächter der Nobelherberge mit Traumblick auf die Ostsee. Seit elf Jahren drücken sie dem Haus, dessen Inhaber Paul Rempe aus Cloppenburg ist, ihren ganz persönlichen Stempel auf. Nach der Renovierung und Erweiterung in den Jahren 2005/2006 stehen den Hotelgästen nun 72 Zimmer zur Verfügung sowie ein 750 Quadratmeter großer Ambra Spa Bereich. Das Restaurant bietet eine mit dem Zertifikat „Rügener Esskultur“ ausgezeichnete Küche. „Die Auslastung ist gut, durch den Wellness-Bereich haben wir ganzjährig geöffnet“, so Thomas Dorissen. „Unser Pfund ist das Essen und die Freundlichkeit der Mitarbeiter.“ Von denen gibt es 43 Festangestellte. Das war nicht immer so. „Angefangen habe ich mit fünf“, erinnert sich der Hotelchef. Er hatte vor Rügen zwei Hotels im Hannoveraner Raum geleitet, bis das Angebot für den Geschäftsführerposten im „Bernstein“ kam. Die junge Familie, Sohn Thomas war gerade geboren, packte 2002 die Koffer und zog von Cloppenburg nach Sellin. Es war für sie ein völliger Neubeginn und eine große Herausforderung. Für Sandra Dorissen, die ihren Job als Marketingchefin in der größten deutschen Bäckerei aufgab, kein leichter Start. „Hier war ich erst einmal Mädchen für alles.“ Auch das Ankommen im Ort dauerte. „Ich habe nie Selliner am Hauptstrand kennengelernt, bis ich erfuhr, dass die Einheimischen an den Südstrand gehen“, schmunzelt Sandra Dorissen, die den Förderverein der Grundschule Sellin mit aufgebaut hat und leitet und bis zu diesem Jahr Schatzmeisterin im Verein Rügener Heilkreide war.

Wenn Thomas Dorissen, der stellvertretender Bürgermeister von Sellin war, Zeit findet, ist er entweder auf dem Golfplatz, auf dem Rennrad mit den „Nordlichtern“ oder bei der Jagd anzutreffen. Durch diese Hobbys und die Pferdebegeisterung der Familie ist das Hotel auch in Rügen Cross Country oder Golfturniere involviert. „Wir fühlen uns hier wohl, ich würde nie mehr aus Sellin weggehen“, sagt Thomas Dorissen. Die Familie, zu der auch Tochter Anna (10) und der Bayrische Gebirgsschweißhund Lulu gehören, lebt quasi 24 Stunden live mit dem Hotel. Sie nutzt die separate Betreiberwohnung. Nervt das nicht? „Wir kennen es ja nicht anders. Und für die Kinder hat das den Vorteil, dass immer jemand da ist“, so Sandra Dorissen. Das wird wohl nicht immer so bleiben. „Wir haben unser Traumgrundstück schon gefunden“, verraten die Hoteliers.

Entwicklung zum Wellness-Tempel
1993 wurde das Bernstein Hotel am Selliner Hochufer wiedereröffnet. Das alte Haus am Standort wurde zuvor abgerissen. Das Hotel wurde 2005/2006 komplett renoviert und erweitert. Heute stehen den Gästen in dem 4-Sterne Superior Hotel 72 Zimmer zur Verfügung sowie ein 750 Quadratmeter großer Ambra Spa Bereich. Das Restaurant bietet eine mit dem Zertifikat „Rügener Esskultur“ ausgezeichnete Küche.

2002 haben Thomas und Sandra Dorissen die Geschäftsführung übernommen. Inzwischen sind sie Pächter des Hotels, in dem sie mit ihren beiden Kindern Thomas (11) und Anne (10) auch — in einer separaten Wohnung — wohnen. Die Betreiber setzten auf Wellness, das Hotel wurde 2012 mit dem Premium-Zertifikat „Exzellent“ des Deutschen Wellnessverbandes gekürt. Das Haus ist ganzjährig geöffnet.

Gerit Herold

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