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Rügen Familiendrama in der Plattenbausiedlung
Vorpommern Rügen Familiendrama in der Plattenbausiedlung
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00:05 24.11.2016
„Sie war eine nette und unauffällige Frau. Pierre Franke, Nachbar

. Familiendrama im Wilhelm-Pieck-Ring in Bergen: Gestern Vormittag soll ein 53-Jähriger eine Frau in einem Mehrfamilienhaus erstochen haben. Laut Anwohnern handelt es sich bei dem Opfer um die ehemalige Ehefrau des Tatverdächtigen. Die Polizei nimmt an, dass die beiden drei gemeinsame Kinder haben.

Nach den Erkenntnissen der Polizei kam es zwischen dem Paar zu einem Streit. Nachbar Pierre Franke berichtet, dass der Lebensgefährte die 41-jährige Frau in der ehemals gemeinsamen Wohnung im obersten Stockwerk des Mehrfamilienhauses aufgesucht und dann auf sie eingestochen habe. Er beobachtete, wie die durch mehrere Messerstiche verletzte Frau auf die Straße flüchtete. „Da blieb sie dann liegen – und der Mann blieb mit dem Messer in der Hand über ihr stehen und wartete teilnahmslos auf das Eintreffen der Polizei“, erzählt der Zeuge. Eine Anwohnerin hatte ebenfalls gesehen, wie die verletzte Frau aus dem Haus lief, und alarmierte daraufhin die Polizei. Die Beamten konnten den Tatverdächtigen noch vor Ort festnehmen. Er befindet sich derzeit im polizeilichen Gewahrsam.

Die herbeigerufenen Notärzte versorgten die Frau noch vor dem Haus. Doch schon im Krankenhaus erlag die 41-Jährige ihren Verletzungen.

Sowohl der Täter als auch das Opfer sollen syrischer Herkunft sein. Nachbar Franke wohnt im Erdgeschoss und hat die Frau häufiger gesehen: „Das war eine nette und unauffällige Frau. Sie war stets traditionell mit einem Kopftuch bekleidet“, berichtet er. Das Paar habe vor etwa zwei Jahren die Wohnung im obersten Stockwerk bezogen, sich aber zwischenzeitlich getrennt.

Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft konnten bisher den Beziehungsstatus des Paares bestätigen. Die Polizei geht aber davon aus, dass Täter und Opfer drei gemeinsame Kinder hatten: 8, 16 und 24 Jahre alt. Wo sich die Kinder zum Zeitpunkt der Tat aufhielten ist bislang unklar.

Zurzeit ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Anklam wegen Totschlags. Die Spurensicherung verhängte die Fenster in der Wohnung im obersten Stockwerk.

Die Tat erinnert an ein brutales Verbrechen, das sich vor wenigen Tagen in Hameln (Niedersachsen) ereignet hat. Der Ex-Lebensgefährte einer Frau steht im Verdacht, sie im Streit um den gemeinsamen Sohn zunächst mit Messerstichen verletzt zu haben. Dann soll er sie mit einem Seil an ein Auto gebunden und 250 Meter weit über die Straße geschleift haben. Das zweijährige Kind saß während der Fahrt im Auto. Nach der brutalen Tat ist der Zustand der 28-Jährigen weiterhin kritisch.

Auch in diesem Fall hat der Tatverdächtige nicht versucht zu flüchten. Er stellte sich selbst bei einer nahen Wache der Polizei.

Uwe Driest und Alexander Salenko

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