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Fans harren für den „Panda“ Stunden aus

Bergen Fans harren für den „Panda“ Stunden aus

Weit vor dem Konzert standen sie an, um Rapper Cro nah zu sein. Rund 2500 waren nach Bergen gekommen.

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Maske ist bei Cro-Konzerten zwar nicht Pflicht, manche Fans kommen zu den Auftritten des Rappers aber als „Panda“.

Quelle: Fotos: Stefanie Büssing, Kay Steinke (5)

Bergen. Wippende Arme, über dem Kopf kreisende Pullis und Konfettiregen, der zu einer bunten Lightshow auf die Köpfe der Zuschauer rieselte — vor rund 2500 Besuchern rockte der Deutschrapper Cro am Sonnabend die Rugard- Bühne in Bergen. Seine Musik hat den absoluten Gute-Laune-Faktor, die Beats lassen Knie und Arme wie von selbst wippen — und so hielt es Sonnabend nur wenige Fans auf ihren Sitzplätzen, als der „Panda“ auf der Bühne loslegte.

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Maske ist bei Cro-Konzerten zwar nicht Pflicht, manche Fans kommen zu den Auftritten des Rappers aber als „Panda“.

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Dabei hatten die überwiegend jungen Besucher schon im Vorfeld einiges in Kauf genommen, um ihrem Idol möglichst nahe zu sein. „Wir warten schon seit 15 Uhr vor dem Eingang, damit wir ganz vorne an der Bühne stehen können“, verriet die 14-jährige Lisa Requardt aus Bergen, die mit ihrer Freundin Michelle gekommen war. Auch Lisa Vogel hatte bereits seit mehr als zwei Stunden vor dem verschlossenen Tor an der Rugard-Bühne ausgeharrt. „Cro ist es auf jeden Fall wert“, sagte die 14-Jährige. Auch Nicole Meyer und ihr zehnjähriger Sohn Kevin — der mit seiner Pandamaske aussah, wie ein Mini-Cro — sicherten sich Plätze direkt an der Bühne. „Bei uns läuft die Musik von Cro von morgens bis abends, Kevin hat T-Shirts, CD‘s, Poster und als die Maske neu war, hat er sogar die erste Nacht damit geschlafen“, sagte die Neubrandenburgerin.

Pascal Henke war für das Konzert extra aus Hamburg angereist: „Ich wollte eigentlich mit meiner Frau herkommen, aber die ist kurzfristig krank geworden. Nun mache ich mit meinem Cousin einen drauf und für meine Frau ein paar schöne Fotos“, sagte der 28-Jährige.

Der „Panda“ selbst war erst am Sonnabend mit seiner 20-köpfigen Crew auf der Insel eingetroffen und hatte vor dem Konzert noch einen Vier-Stunden-Dreh mit einem TV-Sender absolviert. „Wir haben schon gestern das Ton- und Lichtequipment aufgebaut und heute den Soundcheck gemacht“, sagte Mike Schorler von In Move, der das Konzert gemeinsam mit dem Mau-Club Rostock organisierte. „Wir mussten uns erst mal auf die Gegebenheiten der Bühne einstellen, weil es hier hängendes Gelände ist“, so Schorler, der mit 40 Security-Leuten dafür sorgte, dass das Konzert in geordneten Bahnen ablief.

Auch für den Mann mit der Panda-Maske, der sich locker durch die Show „roapte“, war Rügen eine Premiere. „Ich bin das erste Mal hier und es ist wahnsinnig schön“, sagte der Wahl-Stuttgarter nach seinem Auftritt. Trotzdem war er froh, dass er Mütze und Maske ablegen konnte: „Es ist schön, wenn man wieder ein bisschen Luft kriegt, ich bin schon klatschnass unter der Mütze, die muss ich jedes Mal wegwerfen.“ Auch was die Masken angeht, hat der Rapper einen Riesenverschleiß: „Ich hab‘ ungefähr 50 davon Zuhause.“ Damit sichert sich Cro, der im wirklichen Leben Carlo Waibel heißt, ein Stück Normalität im Alltag. „Wenn ich mit Maske rausgehen würde, wären innerhalb von drei Sekunden eine Horde Menschen um mich rum, wenn ich ohne Maske rausgehe, passiert gar nichts.“

Ob Zuhause eine Panda-Dame auf ihn wartet? „Wer weiß“, sagte der Rapper vieldeutig. Aber eins versprach er seinen Fans bevor er die Bühne verließ: „Ich komme auf jeden Fall wieder.“

 

Stefanie Büssing

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