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Rügen Feilschen um einen Acker mit traumhaftem Sundblick
Vorpommern Rügen Feilschen um einen Acker mit traumhaftem Sundblick
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08:10 27.11.2017
Auch Blicke wie diesen wird es von dem möglichen Baugebiet am Ortseingang von Altefähr geben. Quelle: Carl-Ernst Stahnke
Altefähr/Stralsund

Obwohl die Verhandlungen über eine Eingemeindung Altefährs durch die Hansestadt Stralsund offiziell noch gar nicht begonnen haben, sickern Details durch, über die „vorab“, wie es heißt, bereits gesprochen worden sein soll.

Im Zuge dieser Vorgespräche sei nach Angaben von Altefährs Bürgermeister Ingulf Donig (SPD) auch über eine rund fünf Hektar große Fläche verhandelt worden, die am Ortseingang von Altefähr liegt und einen wunderbaren Blick auf die Rügenbrücke, den Sund und die Altstadt bietet. Grundstücksspekulanten würden vor Freude feuchte Augen bekommen, hätten sie ein solches Goldstück im Portfolio.

Die Fläche gehört zwar zum Großteil der Hansestadt Stralsund, die Planungshoheit besitzt bislang aber noch die Gemeinde Altefähr. Gibt sie die kommunale Eigenständigkeit auf Grund ihrer desaströsen Finanzsituation auf und schließt sich Stralsund an, würde das Planungsrecht automatisch an die Hansestadt übergehen, weshalb im Rathaus offenbar das große Händereiben begonnen hat. Altefähr will die Sache hingegen steuern und wird die Zukunft dieses Ackers mit Sundblick in einem Fusionsvertrag regeln wollen.

Donig zufolge soll das Feld von der Stralsunder Liegenschaftsentwicklungsgesellschaft (LEG) in Bauland umgewandelt werden. „Erst sollten darauf 100 Ferienhäuser gebaut werden, aber ich möchte hier im Winter keinen toten Ortsteil haben“, sagt Donig. Beim gegenseitigen Entgegenkommen hätte man sich darauf geeinigt, dass 40 Ferien- und 40 Einfamilienhäuser auch eine Option seien.

Stralsunds OB Alexander Badrow (CDU) bestätigt zwar, dass man dort etwas vorhabe. Auf Nachfragen zu Fakten gibt es laut seiner Sprecherin Anne Pilgrim aber nichts zu sagen, „da die Art der Entwicklung ja noch nicht besprochen und beschlossen wurde“.

Zugleich ist Badrow bemüht, die Aussagen von Donig als überholt darzustellen. Badrow: „Die Hansestadt Stralsund hatte zunächst die Absicht, stadteigene Flächen am Ortseingang von Altefähr mit dem Bau von Ferienhäusern und Eigenheimen zu entwickeln. Neu ist nun, dass Altefähr eine Hochzeit mit Stralsund ins Auge gefasst hat.“

Sollte die Stralsunder Bürgerschaft sich ebenso wie Altefähr entschließen, über eine Fusion verhandeln zu wollen, „gilt es natürlich, gemeinsam zu überlegen, welche strategische Ausrichtung für die genannte Fläche die richtige ist. Mein Fokus läge in Anbetracht der positiven Entwicklung unserer Einwohnerzahlen ganz klar auf dem Thema Wohnen“, betont Badrow.

Benjamin Fischer

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