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Rügen Ferienende: Deutlich mehr Rüganer ohne Arbeit
Vorpommern Rügen Ferienende: Deutlich mehr Rüganer ohne Arbeit
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00:01 01.12.2016

Auf Rügen sind wieder deutlich mehr Frauen und Männer ohne Arbeit. Im November regisrierte die Arbeitsagentur 3603 Arbeitslose. Das ist gegenüber dem Vormonat ein Anstieg um 781 Personen. Die aktuelle Arbeitslosenquote zwischen Altefähr und dem Kap Arkona liegt bei 10,7 Prozent. Für den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Stralsund ist die aktuelle Entwicklung nicht ungewöhnlich. „Um den 31. Oktober endeten in den meisten Bundesländern die Herbstferien. Dies ist für die Betriebe aus dem Tourismusgewerbe auch das Ende der Hauptsaison. Im November sind dann viele Arbeitnehmer aus diesem Bereich arbeitslos geworden“, kommentiert Dr. Jürgen Radloff die aktuelle Entwicklung.

Mit Blick auf die Volkswerft, die jetzt zu dem von der Genting-Gruppe geschaffenen Verbund MV- Werften gehört, sprach Radloff von einem Glücksfall für Stralsund und für Rügen: „Es ist gelungen, den Werftstandort im Kern zu erhalten.“ Derzeit sieht Radloff den Investor dabei, die Grundlagen für die Produktion zu schaffen. Die Arbeitsagentur versucht, 20 Stellen mit ingenieurtechnischem Personal zu besetzen. „Gesucht werden Konstrukteure, Projektanten, Entwicklungsingenieure, Klimatechniker und Innenarchitekten.“

Nach OZ-Informationen sollen in Stralsund zunächst eisgängige Luxus-Kreuzfahrtschiffe der „Endeavour“-Klasse für Reisen in die Polarregionen gebaut werden. Gesucht werden die Ingenieure bundesweit über Job-Börsen sowie auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit. Allerdings weiß Radloff auch, dass hier Spezialisten aus Branchen gesucht werden, in denen Firmen selbst schon händeringend nach Fachkräften suchen.

Klar ist aber auch, dass erst dann, wenn die Ingenieure den nötigen Projektierungsvorlauf geschaffen haben, auch Schiffbauer, Schweißer und andere eingestellt werden. In dieser Reihenfolge gesehen, werden die ersten Schweißfunken auf der Werft wohl erst ab Herbst 2017 durch die Schiffbauhalle fliegen.

Ein gutes Zeichen ist für Radloff jedoch, dass Genting nicht nur fertige Fachkräfte sucht, sondern auch ausbilden wird: „Bis zum Start des Ausbildungsjahres im September 2017 suchen wir 30

Lehrstellen zu besetzen. Darunter 15 Fertigungsmechaniker, 10 Anlagenmechaniker, fünf Mechatroniker.“ Laut dem Agenturchef gilt ein ähnlicher Bedarf auch für die anderen Werftstandorte in Rostock und Wismar. „Die Ausbildung auf den Werften wird in erheblichem Umfang hochgefahren.“

Jörg Mattern und Chris-Marco Herold

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