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Rügen Feuerwehrjugend Nordrügen: Gemeinsam sind wir stark
Vorpommern Rügen Feuerwehrjugend Nordrügen: Gemeinsam sind wir stark
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12:02 05.12.2017
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Glowe

Freitags tobt der Bär im Norden Rügens. Dann treffen sich alle Jugendlichen der Wehren Dranske, Altenkirchen, Breege, Glowe, Lohme und Sagard zur gemeinsamen Ausbildung. Das Haus ist voll. „22 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr, 32 bei den Jugendlichen“, vermeldet Amtsjugendwart Daniel König mit Stolz. „2013 haben wir uns entschlossen, eine Amtsjugendfeuerwehr zu gründen. Die Jugendfeuerwehren bleiben nach wie vor eigenständig, aber Dienste, Fahrten, Veranstaltungen und Organisatorisches regeln wir gemeinsam.“ Einmal in der Woche treffen sich die Jugendlichen in einer der Feuerwehren des Amtsbereichs und lassen sich im Brandschutz ausbilden.

„Das hat viele Vorteile“, meint Amtswehrführer Jens Steinfurth. „Einer ist zum Beispiel, dass sich die Jugendlichen bereits gut kennen, wenn sie in den aktiven Dienst der Feuerwehren wechseln. Zu größeren Einsätzen werden meist mehrere Wehren gerufen, dann ist es gut, wenn die Feuerwehrleute ein eingespieltes Team sind.“ Amtsjugendwart Daniel König nickt bestätigend. „Bei den Jugendlichen kommt der Zusammenschluss auch gut an. Ich hab mal gefragt, ob man eventuell wieder alleine trainieren sollte“, erzählt er und lacht. „Da kam ein einstimmiges ,Neiiiiin’ von den Kindern.“ Neue Freundschaften seien entstanden, der Kontakt sei sehr gut. „Meine Freundin Tarya ist auch in der Jugendfeuerwehr“, erzählt die 11-jährige Käthe aus Glowe. „Da machen die Dienste doppelt so viel Spaß.“

Neben den Ausbildungsdiensten unternehmen die Wehren Nord-Rügen viel zusammen. „Wir haben auch ein eigenes Zeltlager, was traditionell durch Herrn Plambeck in Juliusruh ermöglicht wird“, erzählt Daniel König. „Die Kinder lieben es.“ Die Betreuung teilen sich die Jugendwarte der sechs Wehren, alle fahren mit ihren Jugendlichen im Gepäck zu den wöchentlichen Treffen und sind dann gemeinsam für die Kinder da. So viel Engagement kann auch der Amtswehrführer nur loben. „Die Arbeit der Betreuer ist nicht hoch genug einzuschätzen“, so Steinfurth. „Man darf nicht vergessen, dass alle ehrenamtlich arbeiten und die Mitgliedschaft kostenlos ist.“

„Toll ist natürlich auch, dass wir als Amtsjugendfeuerwehr an Wettkämpfen teilnehmen können“, sagt er. „Für eine Wettkampfmannschaft braucht man neun Leute plus Reserve. Damit wären kleine Jugendfeuerwehren mit drei Mitgliedern raus.“ Die Feuerwehr-Wettkämpfe seien das Salz in der Suppe für die jungen Menschen. „Es ist schon toll, wenn man sich mit anderen messen kann“, so Daniel König. „Man merkt richtig, wie die Kinder Ehrgeiz entwickeln.“ Zum Beispiel beim Kreisausscheid, bei dem nach internationalen Standards gekämpft wird. „Neben einem Staffellauf in voller Montur muss man auch eine Feuerwehrhindernisübung im Team meistern – ohne zu sprechen. Das ist wirklich schwer“, sagt Daniel König. „Um so stolzer und überraschter waren wir dann, als wir in diesem Jahr den ersten Platz geholt haben. Die Jungs und Mädels waren so glücklich.“

Klar, dass die Jugendwarte bei bei solcher Begeisterung auch die Wettkampfausrüstung weiter ausbauen wollen. „Eine neue Zieleinrichtung, auf die man dann punktgenau das Wasser spritzt, wäre wirklich schön“, so König. „Wir würden uns sehr freuen, wenn das durch die Spendenaktion der OZ möglich würde.“

Anne Ziebarth

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