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Fiasko in Altefähr: Spundwand am Sund durchgerostet

Altefähr Fiasko in Altefähr: Spundwand am Sund durchgerostet

Taucher haben an der Spundwand am Strand in Altefähr erhebliche Schäden festgestellt. Bürgermeister Ingulf Donig (SPD) ist geknickt. Für die Gemeinde sei das ein Fiasko, sagt er.

Altefähr. „Wir stehen in den Startlöchern, wollten im kommenden Monat mit der Strandsanierung beginnen. Und jetzt das. Die entdeckten Schäden gefährenden nicht nur den Baubeginn, womöglich sogar das ganze Projekt.“

Die rund 500 Meter lange Spundwand, die den Strand am Sund schützt, ist maroder als erwartet. „Der Rost hat die stählernen Schutzwände stellenweise schon so stark angegriffen, dass die Taucher beim Abklopfen gleich ganz mit dem Finger durch waren“, sagt Donig. Das Ergebnis der Untersuchung — eine Auflage kurz vor dem geplanten Baubeginn — ist für ihn ernüchternd. Seit zwei Jahren plant die Kommune, ihren Strand auf Vordermann zu bringen. „Altefähr will Seebad werden, ein vernünftiger Strand gehört dazu“, begründet Donig.

Die Gemeinde scheut keine Kosten. Insgesamt 1,6 Millionen Euro sollen im Strandbereich verbaut werden. Für das Geld will Altefähr das Strandareal vom Gras befreien. Ein schmucker Sandstrand soll es wieder werden, mit Grillplatz, aufgestellten Liegestühlen und Bänken. Zum Projekt gehört auch die Sanierung der Spundwand, auf der aus Holzbohlen ein neuer und 1,80 Meter breiter Steg zum Promenieren angelegt wird. Bezahlen muss Altefähr das alles nicht aus eigener Tasche. Das Land hat eine großzügige Förderung in Aussicht gestellt und will 90 Prozent der Kosten übernehmen. Noch hält Donig den Zuwendungsbescheid nicht in den Händen. Damit die Altefährer im März trotzdem loslegen können, genehmigte das Wirtschaftsministerium aber bereits einen vorzeitigen Baubeginn (OZ berichtete).

„Wenn wir jetzt nicht beginnen können, kommen wir mächtig in Verzug“, fürchtet Ingulf Donig. Der Sanierungsplan sieht vor, eine Betonschale vor die schon 36 Jahre alte Spundwand zu hängen. Die Pfähle dafür „müssen“ im März gerammt werden, erläutert er. Ab April sei das aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht mehr möglich, „weil dann einige Fischarten laichen“. Noch sei das Planungsbüro aber mit der Auswertung der Spundwand-Untersuchung beschäftigt. „Es wird eng“ bangt Donig. „Durchaus möglich, dass wir jetzt sogar einige Spundwandteile komplett erneuern müssen“, fürchtet er. „Dann wird es sogar noch teurer und wir müssten einen Fördergeld-Nachschlag in Schwerin beantragen.“ Udo Burwitz

OZ

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