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Rügen Finderlohn für Schatzsucher Luca gefordert
Vorpommern Rügen Finderlohn für Schatzsucher Luca gefordert
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04:11 28.04.2018
Hobbyarchäologe Luca Malaschnitschenko (13) hat gemeinsam mit seinem Mentor Rene Schön auf Rügen den Silberschatz gefunden. Quelle: Stefan Sauer
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Schmedshagen/Stralsund/Schaprode

Der Fund des Silberschatzes von Schaprode (die OZ berichtete mehrfach) bewegt auch die Festland-Vorpommern. Drei Bürger aus Schmedshagen und Stralsund ärgert es besonders, dass diejenigen, die den Schatz mit ihren Detektoren aufgespürt hatten, keinen Finderlohn bekommen.

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Drei Einwohner aus Stralsund und Schmedshagen (Vorpommern-Rügen) starten eine Spendenaktion für den 13-Jährigen, der in Schaprode den Silberschatz gefunden hat. Sie finden, er hat eine Anerkennung verdient.

„Es ist doch schäbig, von einem Riesenfund zu sprechen, der landesweit von großer Bedeutung ist, aber die Finder gehen leer aus. Auch wenn der Schatz nun Landeseigentum ist, kann man doch besonders dem 13-jährigen Jungen, der noch kein Geld verdient, einen Finderlohn zahlen“, sagt Anke Ehrecke. Jeder, der seine Geldbörse verloren hat, bekomme so ein finanzielles Dankeschön, ergänzt ihr Mann Detlef. Das Ehepaar aus Schmedshagen ärgert sich ebenso darüber wie die Stralsunderin Ines Materna-Braun. „Dass man gerade den Schüler so abspeisen will, kann ich nicht verstehen“, sagt die Frau, die beruflich die Altenpleener Amtsverwaltung leitet.

Doch die Drei wollen nicht nur meckern, sie haben eine Idee. „Wir starten jetzt einfach eine Spendenaktion für den Finder Luca, denn er hat es verdient, eine Anerkennung zu bekommen. Alle streiten um den Schatz und seine Verwendung, aber an den Finder denkt keiner“, so Anke Ehrecke. Die 48-Jährige, die den Nieparser Storchennest-Verein leitet, findet zudem: „Ohne den Jungen gebe es den Schatz, der jetzt bundesweit durch die Medien kursiert, doch gar nicht.“

Und Ines Materna-Braun schlägt vor: „Wir wollen, dass sich der 13-Jährige, der ja noch Schüler ist, eine Freude machen kann. Deshalb sammeln wir Geld, von dem könnte er zum Beispiel den Führerschein machen. Vielleicht ist aber auch eine Reise sein größter Wunsch. Oder er möchte lieber etwas für die Ausbildung zur Seite legen. Wir hoffen jetzt natürlich, dass viele Leute in ganz Vorpommern mitmachen“, wünscht sich die 47-Jährige. Die Drei, die als ganz private Bürger zur Spendenaktion aufrufen, legen schon mal 150 Euro in den Topf.

Ob das Land bis auf das Händeschüttel-Dankeschön letztes Wochenende bei der Tagung der Bodendenkmalpfleger in Stralsund (die OZ berichtete) noch ein Geschenk für den Jungen hinterher schiebt? Diese Frage haben wir gestern beim Kultusministerium gestellt, doch die versprochene Antwort war bis Redaktionsschluss nicht bei uns angekommen.

Sommer Ines

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