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Rügen Fischsterben in Dreschvitz
Vorpommern Rügen Fischsterben in Dreschvitz
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00:00 17.10.2017
Dreschvitz

Mehrere Tage lang fanden Jutta und Karl-Heinz Gottschlich in der vergangenen Woche tote oder sterbende Fische im Teich hinter ihrem Haus. „Ein ganzer Schwarm von Barschen zog japsend an der Oberfläche seine Kreise“, berichtet Karl-Heinz Gottschlich. Auch eine beachtliche Entwicklung von Schaum hätten er und seine Nachbarn am Ufer entdeckt.

Als Ursache war schnell eine defekte Pumpe auf Gut Güttin ausgemacht. Der zur Hessing Stiftung gehörende Landwirtschaftsbetrieb verfügt über eine Fahrsilo-Anlage, die er an die Biogasanlage von Rothenkirchen vermietet hat, erklärte Sprecherin Corina Härning. Durch das darin enthaltene Substrat entsteht Sickerwasser, das in Güllebehälter gepumpt wird. „Die Pumpe zum Abpumpen des Sickersaftes ist – bedingt durch den Starkregen am Wochenende zuvor – ausgefallen, wodurch Sickersaft über einen Vorflutergraben in den Dreschvitzer Fischteich gelangte“, so Härning. Die Pumpe sei inzwischen durch eine funktionierende ersetzt worden. „Dauerhafte Umweltschäden sind nicht zu erwarten. Den für die Gemeinde Dreschvitz und die Privatanlieger entstandenen Schaden durch das Sterben von Fischen bedauern wir sehr. Das Gut Güttin hat den Schaden seiner Umwelthaftpflicht-Versicherung gemeldet.“

Beamte der Wasserschutzpolizei Sassnitz „haben vor Ort eine Gewässerprobe entnommen und fertigen eine Anzeige wegen ’Gewässerverunreinigung’ und führen die weiteren Ermittlungen“, bestätigte Robert Stahlberg, Sprecher der Landeswasserschutzpolizei. Die ist allerdings nur für Straf- und Ordnungsrecht zuständig. Ob sie auch Schadensersatz gelten machen können, wollen Bürgermeister Olaf Braumann und die drei privaten Eigentümer nun prüfen.

Uwe Driest

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