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Rügen Fixe Truppe aus Trent will noch schneller werden
Vorpommern Rügen Fixe Truppe aus Trent will noch schneller werden
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17:05 29.11.2017
Die fünf Jungs und Mädchen von der Kinderfeuerwehr: Till, Kevin, Leon, Finn und Laura (im Uhrzeigersinn v.li.). Quelle: Fotos: Anne Ziebarth
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Trent

Für das Foto muss es glitzern! Mit stolzen Blicken nehmen die Jungs und Mädchen der Jugendfeuerwehr in Trent die tiptop polierten Pokale aus dem Regal. Die glänzenden Schalen sind nur ein Teil der Ausbeute, die die schnellen Trenter Jugendlichen in den vergangenen Jahren bei Wettkämpfen erringen konnten. „Die Jungs und Mädchen sind richtig ehrgeizig“, meint Jugendwart Michael Lefold (21) lächelnd. „Sie wollen immer besser werden. In diesem Jahr hat das auch geklappt. Wir haben es als erste Mannschaft geschafft, den Inselpokal dreimal hintereinander zu gewinnen und ihn so dauerhaft zu uns zu holen.“ Beim „Löschangriff nass“ galt es, eine Löschstrecke zu legen und so einen Löschangriff zu simulieren. Knapp über 22 Sekunden – mit dieser magischen Zeit haben die Trenter die anderen Mannschaften aus dem Kreis Vorpommern-Rügen hinter sich gelassen und sich den Pokal gesichert.

Ausrüstung für die Wettbewerbe wird dringend benötigt

Wettkämpfe sind das Salz in der Suppe

„Man darf nicht unterschätzen, was für ein Ansporn und für eine Anerkennung das für die Kinder ist“, sagt der Trenter Wehrführer Olaf Spieker. „Wir müssen sehen, dass wir die Kinder für die Feuerwehr begeistern. Denn die Jugend ist für das langfristige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr entscheidend. Eintritte im Erwachsenenalter gibt es kaum.“

Damit die flinken Trenter auch weiterhin so erfolgreich sind, wünschen sie sich sogenannte Sauglängen für den Wettkampf. „Das sind die Verbindungsschläuche zwischen Wasserentnahmestelle und Pumpe“, erklärt Spieker. „Unsere sind leider ganz schön alt und nicht mehr sehr biegsam.“ Auch solche vermeintlichen Kleinigkeiten sind entscheidend. „Es geht beim Wettkampf um Sekunden und es wäre wirklich schade, wenn es dann am Material liegt“, sagt Spieker. Außerdem benötigen die zwölf Nachwuchsbrandschützer neue Handschuhe für das Training im Winter.

Auch für die kalte Jahreszeit haben sich die Betreuer rund um Michael Lefold und seinen Stellvertreter Jan Lüder einiges ausgedacht. Felix Koch zum Beispiel hat sich mit der Kinderfeuerwehr dem Thema „Betreten von Eisflächen“ gewidmet. „Ich wollte das unbedingt ansprechen, schließlich gibt es immer wieder Unfälle, bei denen Kindern in noch so kleinen Teichen ertrinken.“ Bei der Übung wurden eine „Eisfläche“ nachgestellt und die möglichen Gefahren besprochen. Warum sollte man Eisflächen nicht betreten? Was ist zu tun, wenn jemand einbricht? Wie geht der richtige Notruf?

„Die Kinder geben mir auch eine Menge zurück“, so Koch. „Sie freuen sich, mich zu sehen, haben Spaß am Wiederkommen und ziehen einen auch mal ins Vertrauen, wenn es Streit mit einem Freund gibt. Das macht unheimlich viel Spaß und ehrt mich sehr.“ Doch die Beschäftigung mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr – wie bei allen Freiwilligen Feuerwehren arbeiteten die Kameraden ehrenamtlich – kostet auch Zeit. „Rund vier bis fünf Stunden in der Woche muss man rechnen“, sagt der stellvertretende Jugendwart Jan Lüder. „Vor den Wettkämpfen natürlich mehr. Außerdem unternehmen wir ja auch noch Ausflüge gemeinsam.“

Ziel für viele Kinder:Wechsel zu den Großen

Die Kinder sind wahre „Fans“ ihrer Jugendfeuerwehr und mit großem Eifer dabei. Klares Ziel bei den meisten ist es, in den aktiven Dienst zu wechseln. „Mein Papa ist seit 25 Jahren bei der Feuerwehr Trent“, berichtet der achtjährige Till voller Stolz. „Mein Bruder ist in der Jugendfeuerwehr. Das möchte ich auch gern.“

Der Kontakt zwischen den aktiven und den Jugendlichen wird großgeschrieben. „Wir sehen zu, dass sich beide Gruppen kennen und keine Berührungsängste entstehen“, erklärt Wehrführer Spieker. „Sie werden dann Schritt für Schritt an den aktiven Dienst herangeführt: Es ist ja auch wichtig, dass die Jungen langsam Verantwortung übernehmen.“

Helfen bringt Freude für die Jugendfeuerwehr

In diesem Jahr sammelt die OSTSEE-ZEITUNG Rügen für die Jugendfeuerwehren auf der Insel. Ob Wettkampfausrüstung, T-Shirts oder Ausflüge – Geld ist bei den Jugendwehren knapp. Dabei sind die Jugendfeuerwehren, gerade im ländlichen Bereich, oft einzige Anlaufstelle für die Kids, hier lernen sie nicht nur Verantwortung zu übernehmen sondern auch Kameradschaft kennen. Wir finden dieses Engagement spitze und wünschen uns, dass viele Spenden zusammen kommen, um die Zukunft der Jugendwehren langfristig zu sichern.

Spendenkonto:

IBAN:DE30150505000000053953 Kontonummer: 53953

Bank: Sparkasse Vorpommern

BLZ 15050500

Betreff: Helfen bringt Freude

Anne Ziebarth

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