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Rügen Feuerwehr Sellin: Förderverein gegründet
Vorpommern Rügen Feuerwehr Sellin: Förderverein gegründet
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06:00 28.11.2018
Wehrführer Karsten Steinwedel in den neu geschaffenen Umkleideräumen für die aktiven Kameraden und die Jugendfeuerwehr. Quelle: Gerit Herold
Sellin

Um die Freiwillige Feuerwehr Sellin künftig finanziell zu unterstützen sowie Projekte und Benefizveranstaltungen anzuschieben, wurde ein Feuerwehrförderverein gegründet. Ein sechsköpfiger Vorstand wurde bereits gewählt, dessen Vorsitz Thomas Dorissen hat. Stellvertreter sind Achim Kreß und Andreas Käske. Weitere Mitglieder sind Sybille Schönewerk und Antje Beilfuß sowie Bürgermeister Reinhard Liedtke. „Eine Mitgliedschaft im Jahr kostet 24 Euro“, hofft Liedtke auf viele Unterstützer für die wichtige Arbeit der Brandschützer.

Denn die Zahl der Einsätze für die Wehr im Tourismusort hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Waren es mal knapp 40 im Jahr, so liegt die Zahl jetzt bei 50 bis 70. In diesem Jahr sind die Brandschützer bereits 85 Mal ausgerückt. „Das war das bisher einsatzreichste Jahr überhaupt“, weiß Wehrführer Karsten Steinwedel und erinnert an den Sommer mit teilweise dramatischen Bränden.

Die Feuerwehr zählt derzeit 63 Mitglieder, davon 29 aktive Kameraden und 16 Mitstreiter in der Jugendfeuerwehr. Für diese haben sich jetzt die Bedingungen im Gerätehaus deutlich verbessert. Es ist noch nicht lange her, das mussten sich die Feuerwehrleute in der Fahrzeughalle hinter den Fahrzeugen umziehen. Es war eng und nicht ungefährlich, wenn sich in der Einsatzhektik die Klamotten und Schuhe zu kleinen Hindernissen türmten. Ein weiteres Problem waren Abgase durch die Fahrzeuge in der Halle. Auch brauchten die Brandschützer einen separaten Eingang, damit sie nicht beim Einsatzbeginn zwischen den Feuerwehrfahrzeugen auf dem Hof laufen müssen. Diesen gibt es jetzt sowie auch Umkleideräume.

“Es ist schon eine wahnsinnige Erleichterung“, sagt Karsten Steinwedel. Der 35-Jährige, der seit 25 Jahren in der Feuerwehr ist, weiß, wovon er spricht. Er zeigt die nagelneuen Spinde mit der sogenannten Schwarz-Weiß-Trennung. „Der offene Teil ist für die Einsatzkleidung, der geschlossene für die zivile Kleidung der Kameraden.“ Sauber und ordentlich hängen die Sachen der aktiven Feuerwehrleute in den Schränken und die der jungen Brandschützer am Haken.

Damit hat die Gemeinde die sicherheitstechnischen Auflagen der Feuerwehr-Unfallkasse erfüllt. „Wir haben das Gerätehaus erweitert und dafür die früheren Räume des Kraftsportzentrums genutzt“, so der Bürgermeister. Ursprünglich war ein Komplettumbau des Gebäudes in der Siedlung am Wald 50, in dem auch das Kinder-, Jugend- und Freizeitzentrum untergebracht ist, vorgesehen. Für rund 1,2 Millionen Euro war die Maßnahme geplant, bei der der Jugendklub einen Anbau erhalten sollte. Doch vorerst musste aus finanziellen und zeitlichen Gründen die „kleine Variante“ gefahren werden, so Liedtke. Diese habe 95000 Euro gekostet. Zudem warte man auf die sogenannte Brandschutzbedarfsplanung für die Gemeinde Sellin, die gegenwärtig erstellt werde.

Neben den Umkleideräumen wurden die Sanitärbereiche erneuert und weitere Duschen eingebaut. Die Fußböden sind renoviert, Wände abgerissen oder versetzt worden, Elektrik und Heizung sind neu, ebenso der Fassadenanstrich und ein Büro für den Wehrführer und seinen Stellvertreter. Auch eine kleine Sitz- sowie Traditionsecke haben Platz gefunden. Durch den neuen Seiteneingang können die Kameraden jetzt direkt ihre Umkleideräume ansteuern und müssen nicht durch die Fahrzeughalle, die auch eine neue Abgasanlage hat. Zudem wurden 15 Parkplätze für die privaten Pkw der Feuerwehrleute angelegt. 

Im nächsten Jahr will die Gemeinde ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug für 420000 Euro anschaffen, kündigt Reinhard Liedtke an. Im Sommer 2017 Jahr hatte sie kurzfristig einen gebrauchten Unimog gekauft, weil der 35 Jahre alte Robur mit Allradantrieb und Seilwinde einen Totalschaden hatte. Um die außerplanmäßige Ausgabe von rund 650000 Euro zu kompensieren, hatte die Gemeinde auch Spenden eingeworben. „15000 Euro kamen zusammen“, so Liedtke.

Gerit Herold

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