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Fossil des Jahres auf Rügen präsentiert

Gummanz Fossil des Jahres auf Rügen präsentiert

Kreide-Auster zum Fossil 2017 gekürt. Kreidemuseum in Gummanz zeigt mehr als 100 Exemplare der ausgestorbenen Art.

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Finja (7) bestaunt mit ihren Eltern, Petra und Reinhardt Liebig, die besonders gut erhaltenen Fundstücke der Kreide-Auster, dem Fossil des Jahres 2017, die im Kreidemuseum Gummanz gezeigt werden.

Quelle: Udo Burwitz

Gummanz. Im Kreidemuseum Gummanz auf der Insel Rügen ist am Freitag das Fossil des Jahres 2017 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden. Zum Fossil des Jahres kürte die Paläontologische Gesellschaft die Kreide-Auster. Die museale Einrichtung auf Rügen zeigt rund 100 Exemplare dieser ausgestorbenen Austernart.

Die Kreide-Auster, mit wissenschaftlichem Namen Pycnodonte vesiculare, wird im Volksmund auch „Dickmuschel“ genannt. Sie ist ein rügentypisches Fossil und gehört zu den häufigsten Funden, die Sammler an Inselstränden und insbesondere an der Kreideküste entdecken. Dies sei mit ein Grund gewesen, die Kreide-Auster zum Fossil des Jahres zu küren, sagte Joachim Reitner, Vorsitzender der Paläontologischen Gesellschaft, bei der Präsentaion, die er zusammen mit Manfred Kutscher, Fachberater des Kreidemuseums, vornahm. Seit 2008 wählt die 1912 in Greifswald gegründete Gesellschaft jedes Jahr ein Fossil des Jahres. Mit diesem Titel soll Neugier und das Interesse an dieser Wissenschaft geweckt werden, die die Entwicklung des Lebens auf der Erde erforscht, so Reitner.

Die Kreide-Auster lebte vor etwa 100 bis 66 Millionen Jahren im Jura-Meer. Sie wurde etwa 10 bis 15 Zentimeter groß. Die Fundstücke, die im Kreidemuseum in Gummanz gezeigt werden, stammen aus einem Kreidebruch auf Jasmund. In der musealen Einrichtung wird die geologische Entstehungsgeschichte der Insel Rügen dokumentiert. Im vergangenen Jahr zählte das 2005 in einem ehemaligen Kreidewerk etablierte Museum 17 300 Besucher.

Udo Burwitz

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