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Rügen Früher bedeutende Vogtei
Vorpommern Rügen Früher bedeutende Vogtei
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00:00 27.10.2017
Streu

Wer mit dem Finger auf der Landkarte einen Strich von Bergen nach Prora zieht, findet den kleinen Ort Streu am Kleinen Jasmunder Bodden ziemlich genau in der Mitte. Vielleicht wissen nicht einmal alle 33 Einwohner, dass die Siedlung eine wechselvolle Geschichte hat und darüber hinaus im Mittelalter von beachtlicher Bedeutung war. Der Name des Ortes – „Stryje“ bedeutet „Ort des Vetters“ - lässt vermuten, dass die slawischen Siedler großen Wert auf eine exklusive Lage ihrer Immobilien legten. Eingebettet in eine flachwellige Grundmoränenlandschaft liegt das Dorf am Boddenufer. Im 13. und 14. Jahrhundert war „Strye“ der Mittelpunkt einer der neun Gardvogteien Rügens. Dieses Verwaltungsgebiet erstreckte sich von Mukran bis Mönchgut. 1249 wurde sie der Herrschaft Putbus zuerkannt. 1334 gehörte das „territorium in Streye“ dem Grafen von Gützkow und einem Ritter Laurenz Jonsson. Letzterer übertrug es als Pfand für eine Schuld an die Putbus-Dynastie. 1373 erwarb Otto Krome den Ort und 1398 wurde das Back- und Lehmhaus für 80 Mark dem Gottschalk Letzenissen überlassen. Am Anfang  des 15. Jahrhunderts kam Streu an den Bischof von Roskilde, in dessen Namen die von Barnekow auf Ralswiek als Besitzer fungierten. 1780 löste das Haus Putbus den Besitz für sich ein. Eine seit dem 13. Jahrhundert bezeugte Kapelle wurde zwischen 1650 und 1675 unter Graf Carl Gustav von Wrangel abgebrochen, der das Material zum Bau seines Hauses in Ralswiek verwendet haben soll. Von dem Gutshaus gibt es keine Spur mehr. Der letzte Gutspächter war ein Walter Vollmer aus Lubkow.

OZ

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