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Rügen Befürworter gehen in die Offensive
Vorpommern Rügen Befürworter gehen in die Offensive
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14:06 28.11.2018
Vor allem Fusionsbefürworter trafen sich auf Einladung von Gero Schwedhelm in Altefähr. Quelle: Mathias Otto
Altefähr

Die Resonanz war beachtlich: Gut 70 Einwohner aus Altefähr waren der Einladung von Gero Schwedhelm ins Gemeindezentrum gefolgt, um einmal mehr über eine mögliche Fusion Altefährs mit der Hansestadt Stralsund zu sprechen. Und diesmal war irgendwie alles anders, denn hier ging es nicht um den Meinungsstreit. Gero Schwedhelm, der sich – wie er es nannte – als Fusionsbefürworter outete, wollte Gleichgesinnte finden. Und gekommen waren davon eine ganze Menge. Die Gegner eines Zusammenschlusses befanden sich in der Minderheit und hielten sich anfangs zurück. Im Laufe des Abends kochte die Stimmung laut Schwedhelm für kurze Momente dann doch noch mal hoch. Man habe sich gegenseitig unterbrochen und sei auch mal laut geworden. „Ich möchte sie gar nicht Gegner nennen, eher Kritiker“, sagte Schwedhelm, der den Treff als Privatveranstaltung deklariert hatte und nach einer einführenden Rede die Presse aus dem Saal verbannte. „Unter diesen Kritikern befinden sich einige, die gegen die Fusion an sich gar nicht soviel einzuwenden haben, sondern mit dem Vertrag hadern oder sich eine andere Zeitschiene wünschen.“

Noch Unentschlossen

Oder wie Ulf Beyer (52). „Ich bin weder dafür oder dagegen“, sagte er am Rande der Veranstaltung. „In der Vergangenheit haben bei der Debatte viele persönliche Belange eine Rolle gespielt. Einzelne Leute haben versucht, das beste für sich herauszuholen. Der Fokus auf das Problem hat gefehlt.“ Wenn man sich in dem Fusionsbestreben mehr auf die Belange der Bürger konzentriere, sei es der richtige Weg. Sein Bruder Stefan (50) wägt nach eigenen Aussagen derzeit ab. „Auch ich bin noch unentschlossen“, sagte er. „Ich höre mir erstmal alle Seiten an und entscheide danach, was am besten für Altefähr ist.“ Wie die Ansicht von Angelika Krause (48) vermuten lässt, scheint die Gruppe der Unentschlossenen in Altefähr ziemlich groß zu sein. Denn auch sie könne sich noch keiner Seite zuneigen. „Wenn allerdings die Argumente stimmen, könnte ich mich für eine Fusion durchringen“, sagte sie. Gero Schwedhelm sieht die Altefährer Einwohnerschaft eindeutig gespalten. „Ich glaube, dass es im Moment noch kein Übergewicht zu einer Seite gibt“, sagte er. „Die Ansichten sind so halbe-halbe verteilt.“ Er selbst sehe aber so viele ökonomische Zwänge, dass ihm eine Fusion unausweichlich erscheine.

Zehnergruppe geplant

Für Schwedhelm war das Treffen am Dienstagabend vor allem ein Sieg für die Dorfgemeinschaft. Debatte ja, aber keine Anfeindungen. Auch, dass die beiden Bürgermeister – Ingulf Donig für Altefähr und Alexander Badrow für Stralsund – nicht an der Veranstaltung teilgenommen hatten (Schwedhelm hatte sie ausgeladen), sei ein Gewinn gewesen. Am Ende zeichnete sich ab, dass es die Befürworter sein könnten, die erst einmal das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Gero Schwedhelm: „Auf ausgelegten Unterschriftenzetteln haben sich einige Bürger eingetragen, die bereit wären, mit mir in einer Initiativgruppe zusammenzuarbeiten, die sich für den Zusammenschluss einsetzt.“ Der Organisator der Versammlung hatte nämlich angeregt, künftig in einem kleineren Kreis mit bis zu zehn Enthusiasten für eine Fusion zu wirken. Am kommenden Dienstag wolle man sich zum ersten Mal in intimer Runde treffen.

Allerdings schlafen die Gegner nicht. Schon Dienstagabend brachten sie zur Sprache, auch einmal eine Veranstaltung organisieren zu wollen, in der sich ausschließlich die Fusionskritiker zusammenfänden, um eine eigene Strategie zu beraten.

Jens-Uwe Berndt

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