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Rügen Gäste bekommen Schere und Spreizer in die Hände
Vorpommern Rügen Gäste bekommen Schere und Spreizer in die Hände
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00:00 29.08.2016

Die Kinderaugen wurden immer größer, als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Middelhagen mit Hilfe von Besuchern des Dorffestes in Lancken-Granitz mit schwerer Technik ein Auto auseinandernahmen.

„Bei uns konnte jeder Besucher einmal selbst Hand anlegen“, sagt Gemeindewehrführer Arne Fründt. Die Feuerwehr des Ortes wollte es anders machen als die anderen. Etwas zurückhaltend reagierte das Publikum, als Ralf Steinwedel zu Beginn Freiwillige suchte, die in voller Feuerwehrmontur mit Schere und Spreizer den Citroen des Kameraden Dippner aus Groß Zicker auseinandernehmen sollten. Der 19-Jährige, selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Middelhagen, hatte den Kleinwagen ein halbes Jahr gefahren. „Das war mein erstes Auto“, sagt Fabian Dippner. Das 17 Jahre alte Fahrzeug hatte gerade einmal 80000 Kilometer auf dem Tacho. „Die Motoraufhängung war kaputt und eine Reparatur wäre mir zu teuer gekommen“, sagt der Jugendliche, der sich schon seit vielen Jahren für den Brandschutz engagiert. Selbst hat er noch niemanden aus einem Unfallauto befreien müssen. „Aber ein Opfer habe ich schon einmal in einer Übung gespielt“, erzählt Fabian Dippner.

„Diesmal brauchten wir aber kein Unfallopfer“, betont Arne Fründt. Dem Gemeindewehrführer ging es vorrangig darum, dass das Publikum die schweren Gerätschaften unter fachlicher Aufsicht von Ralf Steinwedel einmal selbst in die Hand nehmen kann „und dadurch mal das Gefühl dafür bekommt, was die Kameraden im Einsatz leisten müssen“, so der Gemeindewehrführer von Lancken- Granitz, für den die Aktion ein voller Erfolg war. „Mit unserer Aktion haben wir gleich zwei neue Mitglieder gewinnen können“, sagt Fründt nach der über einstündigen Vorführung.

Auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Göhren gaben am Sonnabendnachmittag einen Einblick in ihr Gerätehaus und in die Arbeit der Brandschützer. Zwei Übungen führten die Feuerwehrmänner und -frauen auf dem Gelände in der Max-Dreyer-Straße durch.

Am Vormittag durften aber erst einmal die Jugendfeuerwehren ihr Können unter Beweis stellen. Am Ostseepokal der Jugendwehren nahmen insgesamt fünf Teams von der Insel teil. „Wir hatten alle Feuerwehren angeschrieben“, sagt Stefan Walter. Der Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Göhren zeichnete für die Wettkampfvorbereitung und -durchführung verantwortlich. Seit 1999 findet dieser Wettkampf statt. Beim Ostseepokal sind die Teilnehmer zwischen 10 und 17 Jahre alt. Durchgeführt wurde der „Löschangriff Nass“. Das bedeutet, die Mannschaften – bestehend aus sechs Teammitgliedern – müssen auf eine Länge von 85 Metern eine funktionierende Löschwasserverbindung aufbauen. „In diesem Jahr haben wir erstmals ein neues Bewertungssystem eingeführt“, sagt der 29-Jährige. „Damit auch die Kleinen eine Chance haben.“ Am Ende hat die Jugendfeuerwehr „Mönchgut II“ vor dem Team aus Trent gewonnen.

Christian Niemann

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