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Rügen Garzer See unter der Lupe: Gewässer soll saniert werden
Vorpommern Rügen Garzer See unter der Lupe: Gewässer soll saniert werden
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00:00 28.08.2018
Garz

Diskussion um den Garzer See: Es geht bei diesem etwa einen Kilometer langen und knapp 240 Meter breiten Flachwassersee um die Renaturierung und um eine Sanierung. Es geht aber auch um einen Rundweg um das Gewässer. Darüber haben die Stadtvertreter in ihrer jüngsten Sitzung beraten und einen Grundsatzbeschluss gefasst.

Stadtvertreter fassen Beschluss und wollen Rundweg komplettieren / Angler halten dagegen: „Die Wasserqualität im See ist in Ordnung“

Die Planungsleistungen in Höhe von knapp 52 000 Euro würden aus staatlichen Mitteln fließen. Doch einige Garzer befürchten, dass es bei diesem Geld nicht bleiben wird und sie künftig selbst tief ins Portemonnaie greifen müssen.

Bürgermeisterin Gitta Gohla (parteilos) berichtet, dass dieses Thema schon öfter auf der Tagesordnung gelandet ist. Damals ging es vorrangig um die Renaturierung der Rosengartener Beek. Zu diesem Thema hat sich die Stadt regelmäßig Vertreter vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) als Experten eingeladen. „Als Gemeinde haben wir auch ein Interesse, den Garzer See schöner zu gestalten und wollen den Rundweg, der schon zur Hälfte existiert, vervollständigen“, sagt sie.

Aus touristischer Sicht wäre es für die Stadt ein großer Schritt. Denn der angrenzende Burgwall wäre dann um einen Rundweg reicher. „Das würde gut zum Gesamtbild der Stadt passen“, ergänzt sie.

So kam der Grundsatzbeschluss der Restaurierung und Sanierung des Sees in die Stadtvertretung. Es sei in diesem Zusammenhang auch der Wunsch der Stadtvertretung gewesen, zu prüfen, ob die Wasserqualität zufriedenstellend ist. Denn nach Aussagen des Stalu sei sie nicht in Ordnung.

Diese Ansicht konnte allerdings nicht jeder Garzer Bürger teilen. Wolfgang Lüth etwa vom Garzer Angelverein. „Die Wasserqualität im See ist in Ordnung“, berichtigt er. Der See ist ein flaches Gewässer. Bei solchen Sommerlagen wie in diesem Jahr könne es schon mal passieren, dass das Gewässer durch natürliche Prozesse eutrophiert, er also mit zu viel Nährstoffen angereichert ist. Wenn in den vergangenen Wochen vom Stalu gemessen wurde, könne dies der Grund sein.

„Der Verein ist fischereirechtlich der Nutzer des Sees. Wir kümmern uns also schon seit vielen Jahren um die Qualität des Sees. Auch der Zufluss ist in Ordnung“, berichtet er.

Ebenso, dass etwa der Phosphorgehalt in der Zeit von 2005 bis 2015 deutlich heruntergegangen ist. Der Verein bewirtschafte das Gewässer, sorge für ausreichend Fischbesatz. Erst kürzlich wurden fünf Kilogramm Glasaale im See eingesetzt. „Ich habe das Gefühl, dass uns künstlich ein Projekt vorgesetzt wird“, sagt er. Auch ist er verärgert, dass der Verein im Entscheidungsprozess nicht eingebunden wurde.

Auch einige Stadtvertreter sind mit dem Grundsatzbeschluss nicht einverstanden. Eike Lüth (Freie Wählergemeinschaft Garz) ist der Meinung, dass dieses Vorhaben der Stadt noch viel Geld kosten wird.

„Denn der ursprüngliche Rundweg ist in den Planungen nur als weiterführende Maßnahme angegeben. Auch wenn die Planungen Garz nichts kosten, spätestens dann werden wir zur Kasse gebeten“, ist sie sich sicher.

Oder wenn die Sanierung des Sees nicht umgesetzt werden kann, sei das Geld für die Planungsleistungen weg: „Dies ist eine Verschwendung von Steuergeldern.“ Aus ihrer Sicht muss nicht ein Projekt wie dieses angeschoben werden: „Haben wir nicht schon genug Projekte, die wir in der Stadt umsetzen wollen?“

Sie und zwei weitere Garzer Stadtvertreter, die dagegen gestimmt haben, waren in der Unterzahl. Mit sieben Ja-Stimmen wurde mehrheitlich dem Grundsatzbeschluss zugestimmt. Im nächsten Schritt wird dann das Stalu mit den Planungen für die Sanierung beginnen.

Garzer See

Der Garzer See liegt im Norden teils auf dem Stadtgebiet von Garz und im Süden auf dem Gebiet der Gemeinde Poseritz.

Am nördlichen, sumpfigen Seeende befindet sich der Garzer Burgwall.

Der langgestreckte Flachwassersee verfügt über mehrere kleine Zuflüsse im Norden und einen Abfluss am Südende. Der See ist etwa einen Kilometer lang und bis zu 240 Meter breit.

Die Umgebung des Gewässers wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt.

Mit Renz und Wendorf liegen noch zwei weitere kleine Siedlungen in der Nähe.

Mathias Otto

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