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Garzer auf Standortsuche für neuen Sportplatz

Garz Garzer auf Standortsuche für neuen Sportplatz

Seit Jahren beklagen die Garzer den Zustand ihres Sportplatzes, seit Jahren wird über die Sanierung der Anlage debattiert.

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Wir müssten auch am alten Standort alles komplett erneuern.“Gitta Gohla, Bürgermeisterin in Garz

Garz. Seit Jahren beklagen die Garzer den Zustand ihres Sportplatzes, seit Jahren wird über die Sanierung der Anlage debattiert. Ob das alte Areal zwischen Thälmann- und Jahnstraße wieder auf Vordermann gebracht wird, kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen. Zurzeit sieht es eher danach aus, als würde ein komplett neuer Sportplatz nahe der Schule entstehen. Die Stadtvertreter haben Bürgermeisterin Gitta Gohla beauftragt, sich um den Kauf einer Fläche zwischen der Landesstraße in Richtung Zudar und der Straße Am Burgwall zu kümmern. Hinter dem Wohnblock am Ortsausgang könnte künftig Sport getrieben werden.

Kicken die noch oder pflügen die schon? Mit einer Mischung aus Spott und Mitleid sehen Einwohner und Sportler auf das Grün des Jahn-Sportplatzes. Der ist Heimat für die Fußballer des FSV Garz, der erst in die Kreisoberliga und jetzt in die Landesklasse aufgestiegen ist. Doch die Trainingsbedingungen sind miserabel. „Der Rasen ist eine bessere Ackerfläche“, zitiert die Bürgermeisterin die Kicker der Stadt. Nicht nur das Spielfeld sei teilweise katastrophal. Auch die Sanitäreinrichtungen und Nebengebäude entsprechen seit langem nicht mehr dem Standard, der bei Begegnungen in der Landesklasse gefordert wird. Weder für die Spieler noch für die Schiedsrichter gibt es ordentliche Bedingungen. Gitta Gohla ist dort Anwohnerin kennt die Sorgen. „Ich habe schon meine Garage als Ausweichmöglichkeit angeboten“, sagt sie seufzend, wohl wissend, dass das auf Dauer keine Lösung sein kann.

Etwas besser sind da die Schüler der Regionalen Schule dran. „Im Moment nutzen wir die Turnhalle“, verweist der stellvertretende Schulleiter Andreas Steinbeiß auf den benachbarten Bau. „Aber im Frühjahr und Sommer sieht es in Sachen Sportstätten mau aus“, gesteht er. Die Mädchen und Jungen nutzen dann für die Leichtathletik die alten Anlagen am Burgwall. Aber die, sagt Steinbeiß, erfüllen die Anforderungen an einen modernen Sportunterricht nicht. Das ist für die Garzer ganz besonders unangenehm, setzt doch die dortige Regionale Schule den Schwerpunkt auf den Sport und hat so genannte Sportklassen. „Da ist das Angebot sehr vielfältig, reicht von Tennis bis hin zu Golf“, so Steinbeiß. Für solche Sportarten müssen die Schüler während der Projekte ohnehin zu den entsprechenden Sportstätten fahren. „Aber ein Sportfest mit den klassischen Leichtathletikdisziplinen könnten wir hier gar nicht durchführen. Dazu fehlen uns die Voraussetzungen.“ Für die rund 360 Schüler sei die Anlage am Burgwall zu klein. „Wir brauchen dringend eine neue.“

Auch das wissen die Garzer Stadtväter. Nach dem Bau der Grundschule, an der Richtfest gefeiert wurde (die OZ berichtete), ist die Sanierung der Regionalen Schule als zweiter Schritt geplant. „Der dritte sollen die Sportanlagen sein.“ Um den gehen zu können, wollen und müssen die Garzer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Weil kaum Geld im eigenen Stadthaushalt zur Verfügung steht, kann die Kommune nur einen Sportplatz herrichten oder bauen und ist auch dabei noch auf Fördergeld angewiesen. Das, so Gohla, gäbe es nur, wenn die Anlagen sowohl von Schulen als auch von Freizeitsportlern genutzt würden. Vor diesem Hintergrund ist die Sanierung des Jahn-Sportplatzes aus Sicht der Stadtvertreter die schlechtere Wahl. „Die Schüler müssten einmal quer durch die ganze Stadt laufen, um dort Sport treiben zu können“, sagt die Bürgermeisterin.

Aus diesem Grund favorisiert die Kommune einen Neubau am neuen Standort. „Wir müssten auch am alten Standort alles komplett erneuern“, schätzt Gitta Gohla achselzuckend ein. Gut zwei Millionen Euro wird das Projekt wohl kosten; konkrete Pläne dafür gibt es noch nicht. „Die müssen auf den Standort zugeschnitten werden“, sagt der Bergener Bauamtsleiter Rainer Starke. Ein künftiger Sportplatz werde neben einem Spielfeld aber vermutlich auch verschiedene Leichtathletikelemente enthalten.

Von Maik Trettin

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