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Geländer am Wasserturm Semper zerstört

Lietzow Geländer am Wasserturm Semper zerstört

Denkmal ist immer wieder Ziel von Übergriffen. Gemeinde Lietzow plant Reparatur der Schäden und eine Turminstandsetzung.

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Der Lietzower Bürgermeister Jürgen Böhnig vor der Ruine des ehemaligen Wasserturms Semper, an dem Unbekannte zum wiederholten Male das Geländer teilweise zerstört haben.

Quelle: Udo Burwitz

Lietzow. An der Ruine des ehemaligen Wasserturms im Waldpark Semper bei Lietzow auf der Insel Rügen haben Unbekannte randaliert. Sie zerstörten einen Teil des Geländers aus Holzbalken, das den Zutritt zu dem Bauwerk verhindern soll. Der Turm, der mit seiner aus Feldsteinen gemauerten Fassade einer kleinen Ritterburg ähnelt, sei immer wieder das Ziel von Übergriffen, klagt Jürgen Böhnig, Bürgermeister der Gemeinde Lietzow. Die Gemeinde werde als Eigentümer des Bauwerks den entstandenen Schaden in Eigenregie erneut reparieren, kündigt er an, dass sie außerdem den Turm instandsetzen will. Dafür fehlt der Kommune zurzeit allerdings das Geld. Sie muss in diesem Jahr mit einem defizitären Haushalt wirtschaften. Deshalb hat Böhnig Kontakt mit der Denkmalbehörde des Landkreises aufgenommen. Die Lietzower hoffen auf eine finanzielle Unterstützung durch den Kreis. Laut Dr. Markus Sommer-Scheffler, zuständiger Denkmalpfleger des Kreises für Rügen, werde jetzt geprüft, ob eine Förderung des Vorhabens mit Geld aus dem EU-Programm Leader möglich ist.

Der alte und gut zehn Meter hohe Wasserturm sicherte ursprünglich die Versorgung des Schlosses Semper ab, das sich wie auch die ehemalige Gutsanlage im Waldpark befindet. Das Architekturensemble steht unter Denkmalsschutz. Der etwa 38 Hektar große Waldpark Semper wurde im Zusammenhang mit dem Bau des Schlosses um 1920 angelegt und ist ein touristisches Aushängeschild der Gemeinde Lietzow. Als Attraktion der Anlage gelten die Süntelbuchen. Diese dendrologische Besonderheit zeichnet sich durch einen besonders bizarren Wuchs aus. Die Bäume sehen verkrüppelt aus und werden im Volksmund auch „Hexenbuchen“ genannt.

Von Burwitz, Udo

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Lietzow
Lietzows Bürgermeister Jürgen Böhnig am alten Wasserturm von Schloss Semper, der einerseits zu einem gefahrvollen Abenteuerspielplatz für Kinder avanciert und andererseits immer wieder Ziel von Randalierern ist.

Gemeinde Lietzow will bei Übergriffen zerstörte Absperrung und das Denkmal im Waldpark Semper instandsetzen

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