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Rügen Gemeinde Glowe hofft auf Strandaufspülung in diesem Jahr
Vorpommern Rügen Gemeinde Glowe hofft auf Strandaufspülung in diesem Jahr
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00:05 20.02.2017

Der Strand von Glowe ist seit Anfang diesen Jahres kaum wiederzuerkennen. Das Hochwasser am 4. Januar hat den Uferbereich und die Dünen neu geformt.

Ein Strandspaziergang gleicht einem Aufstieg auf einen Berg. Wenn auch nur mannshoch, so ist der Weg von der Promenade zur Ostsee doch sehr beschwerlich. Vor allem vier der 13 Strandzugänge des zwei Kilometer langen Strandes in der Gemeinde sind bisher noch gesperrt. Alle anderen sind zumindestens wieder begehbar gemacht worden.

„Gespräche mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) wurden geführt“, informierte Gemeindevertreter Thomas Jäcker jüngst auf der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend, Altenpflege, Kultur und Sport. Die Gemeinde hofft auf eine Strandaufspülung. Am besten noch in diesem Jahr. „Bisher gab es noch keine verbindliche Zusage“, sagte Jäcker. Die Chancen stehen aber nicht so schlecht. Ende Februar wolle sich das Stalu dazu äußern und eine Entscheidung treffen. Die hohe Kante soll auf jeden Fall verschwinden, versprach ein Verantwortlicher gegenüber der Gemeinde Glowe.

Glücklicher Weise konnte die Küstenschutzanlage in Glowe die mittelschwere Sturmflut erfolgreich abwehren. Menschenleben waren zu keiner Zeit gefährdet. Im Glower Küstenabschnitt sind die Verschleißteile der Dünen durch das Hochwasser deutlich reduziert. „Deshalb werden wir in diesen Küstenabschnitten perspektivisch, das heißt in diesem Jahr und in den Folgejahren, Aufspülmaßnahmen durchführen müssen, um die Verschleißteile wieder mit ausreichend Sand aufzufüllen“, versprach kürzlich Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD).

Die Gemeindevertreter machten auf ihrer letzten Zusammenkunft im Rahmen der Informationen von Thomas Jäcker deutlich, dass für Glowe eine weitere Gefahr lauert. Von der Ostseeseite scheint der Ort gesichert zu sein. Der Deich auf der Boddenseite ist allerdings wohl deutlich mehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein neuer Deich lässt immer noch auf sich warten. Hier müsse zeitnah eine Lösung her, forderten die Gemeindevertreter. Nicht nur im Küstenabschnitt von Glowe wird in diesem und im kommenden Jahr Geld in den Küstenschutz investiert.

Auch in Lobbe und Thiessow sind die Verschleißteile der Dünen bereits deutlich reduziert. Hier sollen in den kommenden Jahren ebenfalls Aufspülmaßnahmen durchgeführt werden, damit der Küstenschutz mit ausreichend Sand wieder sichergestellt ist. „Bis Ostern möchten wir die Strände so hergestellt haben, dass sie wieder gefahrlos betreten werden können und die Urlaubssaison ungetrübt in eine neue Runde starten kann. Dazu zählen auch das Wiederherstellen von Dünenüberwegen, das Beseitigen von Treibgut und gefährdeten Bäumen sowie das Reparieren von Seebrücken“, verspricht Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Die Dünen sind trotz des natürlichen Erscheinungsbildes technische Anlagen, die so geplant, gebaut und unterhalten werden, dass sie einer Sturmflut, die nur einmal in 200 Jahren auftritt, standhalten können. Sie bestehen aus Sicherheitsteil, Reserveteil und Verschleißteil.

Christian Niemann

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