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Rügen Germanen und Slawen lebten am „Weißen Bach“
Vorpommern Rügen Germanen und Slawen lebten am „Weißen Bach“
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00:00 19.08.2016

Bevor sich Slawen auf Rügen breit gemacht haben, siedelten hier schon germanische Stammesverbände – bevorzugt in der Senke zwischen Spyker, Ruschvitz und Baldereck. Man fand im Boden Reste eines germanischen Dorfes. Diese Rugier gaben der Insel ihren Namen, nicht aber dem Ort, der von den Slawen „Bala reka“ („Weißbach“) getauft wurde. Der Bisdamitzer Bach, wie er heute genannt wird, war Jahrhunderte lang für sein reines, forellenreiches Wasser bekannt.

Bei der Schachtung eines Kabelgrabens wurden 1978 Menschenknochen in der Nähe des Dorfes entdeckt. Da es auffallend viele Teilbestattungen gab, wurde hier der Totenacker einer Schlacht vermutet. Es könnte sein, dass es sich um die Opfer der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den Dänen und den Slawen Rügens aus dem Jahr 1165 handelt.

Erstmals erwähnt wurde Baldereck in einem Kaufvertrag von 1290. In den folgenden Jahrhunderten wechselte der Ort vielfach den Besitzer. Anfang der 1950er Jahre war auf Beschluss der DDR-Führung mit der Anlage eines Kriegshafens bei Glowe begonnen worden. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften – auch von Baldereck – sollten ihre Häuser verlassen. Mit Stalins Tod 1953 wurden die Arbeiten abrupt eingestellt. Noch einmal wurden die Balderecker Anfang der 1970er Jahre in helle Aufregung versetzt. Damals begann der VEB Erdgas-Erdöl Grimmen mit Ölbohrungen auf einem Hügel hinter dem Dorf – wohl ohne Erfolg.

sg

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