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Rügen Gesundheitszentrum entsteht in Sassnitz
Vorpommern Rügen Gesundheitszentrum entsteht in Sassnitz
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17:05 05.11.2018
Zimmerer Christian Pietz mit den Bauherren Dr. Johanna und Philipp Schwarz beim Richtfest für das Ärzte- und Wohnhaus an der Sassnitzer Hauptstraße Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-RUG
Sassnitz

Für einen Moment blickte Dr. Johanna Schwarz ein wenig skeptisch auf ihren werkelnden Mann: „Sieht ein bisschen schief aus . . .“, warf sie vorsichtig ein, während Philipp Schwarz versuchte, einen extra langen Nagel in den Dachstuhl unter dem Richtkranz des Neubaus an der Sassnitzer Hauptstraße zu schlagen. Der Hausherr korrigierte den Metallstift geschickt mit zwei gezielten Hammerschlägen – und hatte ihn nach 41 Treffern glücklich und kerzengerade im Holz an der Giebelseite versenkt. Ein Gläschen Sekt geleert, das dann ebenso wie das des Zimmerers Christian Pietz auf dem Betonboden des Rohbaus zerschellte, dann wurde mit den Handwerkern und Nachbarn Richtfest gefeiert. Familie Schwarz errichtet dort, wo einst die Schlosserei von Otto Kinner stand, ein Ärzte- und Wohnhaus. Ebenso wie ihr Nachbar Dr. Erik Goldstein, dessen Gebäude ebenfalls im Rohbau steht. Das jahrelang brach liegende Areal zwischen dem neuen Awo-Kindergarten und dem Restaurant König Gustav mausert sich innerhalb weniger Monate zum Gesundheitsstandort.

An dieser Stelle, der Hauptstraße 11/12, werden die Sassnitzer ab dem Sommer verschiedene medizinische Einrichtungen finden, die bislang an unterschiedlichen Standorten in der Stadt zu Hause sein. Wie zum Beispiel die Frauenarztpraxis von Dr. Johanna Schwarz. Die Gynäkologin praktiziert derzeit in dem Gebäude an der Ecke Hauptstraße/Hermann-Bebert-Straße, hatte sich aber schon seit geraumer Zeit modernere Räumlichkeiten zur Behandlung ihrer Patientinnen gewünscht. Ihre Vorstellungen konnte sie in dem Neubau verwirklichen, der derzeit auf dem früheren Schlossereigelände entsteht. Die Praxis wird einen Großteil des Erdgeschosses einnehmen. Außerdem gibt es dort künftig noch zwei Drei-Raum-Wohnungen mit jeweils etwa 82 Quadratmetern Wohnfläche.

Eine Etage darüber kümmern sich künftig Nicola Dankert und ihre Kollegen von der gleichnamigen Physiotherapie um ihre Patienten. Gegenwärtig befindet sich die Praxis an der Bachstraße/Ecke Bahnhofstraße. Auch auf dieser Etage, die wie alle anderen über einen Fahrstuhl zu erreichen ist, wird künftig ein Mieter wohnen, und das gar nicht mal so beengt: 100 Quadratmeter groß ist die Drei-Raum-Wohnung, die in der 1. Etage entsteht. Der Platz direkt unterm Dach ist gänzlich zum Wohnen gedacht. Zwei Penthouse-Wohnungen bilden die 2. Etage. Deren künftige Bewohner können aus ihren Fenstern über die Seestraße hinweg auf Teile des Hafens, auf die Prorer Wiek und die Greifswalder Oie blicken. Bis auf eine seien alle Wohnungen schon an die neuen Mieter vergeben, berichtet Philipp Schwarz vom großen Interesse potentieller Mieter.

Wann das Haus bezogen wird? Der Hausherr wiegt den Kopf. „Wir hoffen, dass das Wetter gut mitspielt und alles weiterhin so gut klappt wie bisher. Dann können wir den derzeitigen Plan halten, alles zum Sommer fertig an die Nutzer zu übergeben.“ Dann dürften die Bauarbeiter auch das Gebäude auf dem vorderen Grundstück fertiggestellt haben. Unmittelbar an der Hauptstraße errichtet derzeit der Sassnitzer Allgemeinmediziner Dr. Erik Goldstein ein Haus. In das will der Bauherr mit seiner Praxis einziehen, die sich derzeit noch an der Hauptstraße in der Alten Apotheke befindet. Dort ist der Mediziner Mieter, am neuen Standort hingegen Eigentümer. Das sei aber nicht der ausschlaggebende Punkt für die Entscheidung gewesen, sagt er. „Der Vorteil ist vor allem, dass die Sassnitzer verschiedene Fachärzte und Gesundheitsangebote an einem Platz finden.“ Außer Erik Goldstein wird in dem Gebäude an der Straßenfront auch ein Zahnarzt seine Praxis neu eröffnen. In das Erdgeschoss zieht außerdem die Baltic-Apotheke ein, die derzeit noch in verhältnismäßig kleinen Geschäftsräumen unmittelbar neben der aktuellen Praxis des Allgemeinmediziners zu Hause ist. Außerdem soll in dem Neubau, in dem es zwei Wohnungen geben wird, noch ein weiterer Facharzt praktizieren können. „Am liebsten ein Internist“, wünscht sich Goldstein. Dazu müsse man noch Gespräche führen.

Maik Trettin

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