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Boldevitz Gipfelwerke - Gipfelleistungen

Streicher und Pianisten brillierten beim Beethoven-Konzert des Festspielfrühlings in Boldevitz

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Ekkehard Ochs über „Beethoven“ in Boldevitz

Boldevitz. Rügens Landschaft ist so schön wie in ihrer Vielfalt beeindruckend; die „musikalische Landschaft“ im Rahmen des 6. „Festspielfrühlings“ der Festspiele MV ist es nicht minder! Nach fünf Tagen buntester und so unterhaltsamer wie anspruchsvoller Programmfolgen gab es nun einen Abend der besonderen Art: einen „Beethoven-Gipfel“ in der Kapelle des Gutshauses Boldevitz. Und genau da passte er hin, in eine räumlich intime Atmosphäre, die – auch in Hut und Mantel - den Charme eines unkonventionell familiären Hausmusikabends mit der künstlerischen Exklusivität seiner Protagonisten verband.

Natürlich lag das zunächst am Programm, das mit Beethovens letzter Violinsonate (G-Dur op. 96), seiner zweiten Cellosonate (g-Moll op. 5/2) und dem letzten Klaviertrio („Erzherzogtrio“ B-Dur op. 97) mental ausgereiften, oft milden und verinnerlichten Stimmungen und Gefühlen einen gewissen Vorrang einräumte, vor allem aber an den Ausführenden. Veronika Eberle (Violine), Maximilian Hornung (Violoncello) und die Pianisten Nicholas Rimmer und William Youn – sie alle mit Bilderbuchkarrieren – garantierten ein Musizieren, das jenseits allen Technischen auf die Priorität musikalischen Ausdrucks zielte. Und dies mit so unaufdringlicher wie überzeugender Professionalität. Nicht nur die beiden Streicher beeindruckten mit einem Spiel, das buchstäblich jedem Ton eigenes klangliches Profil verlieh und in Verbindung mit ständig pulsierender Dynamik zunächst den beiden Sonaten, dann aber auch dem Trio faszinierende Gestaltungsvielfalt verlieh. Absolut Gleiches galt für die Pianisten, eingeschlossen die anschlagstechnisch wie klangnobel hochkarätige Bewältigung schwierigster pianistischer Aufgaben. So gelangen eine höchst klangsensibel ausgeleuchtete, ungemein spannende Violinsonate (Eberle/Youn), das kontrastgeschärft zwischen Nachdenklichkeit und burschikoser Spielfreude pendelnde Cello-Werk (Hornung/Rimmer) und ein alle instrumentalen Möglichkeiten der Besetzung auslotendes, höchst lebendig musiziertes Trio (Eberle/Hornung/Youn). Gipfelleistungen – fürwahr!

Ekkehard Ochs

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