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Rügen Glaspalast sucht neue Nutzer
Vorpommern Rügen Glaspalast sucht neue Nutzer
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17:34 03.02.2018
Der Glaspalast in Lietzow war einst als Erholungsheim für russische Seeleute gedacht. Nach einem Umbau 2006 wird das Gebäude vom Unternehmen D+S genutzt, was hier ein Callcenter betreibt.   Quelle: Anne Ziebarth
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Lietzow

In einen der markantesten Gewerbestandorte der Insel Rügen könnte bald neues Leben einziehen. Im Lietzower „Glaspalast“ am Ufer des großen Jasmunder Boddens sind rund 3000 Quadratmeter Fläche freigeworden, der Eigentümer sucht neue Nutzer – gerne auch aus dem Start-up- oder Kreativbereich.

D+S hat sich räumlich verkleinert - Flächen sind frei

Der nach Angaben der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG) rund 8000 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Bau hat eine wechselvolle Geschichte. Zunächst sollte in den 1980er Jahren ein Erholungsheim für russische Seeleute entstehen, der Bau wurde allerdings nie vollendet. Nach einem grundlegenden Umbau, zog 2007 das D+S Servicecenter in das Gebäude. „Ursprünglich hatte D+S S die Fläche komplett übernommen, durch eine räumliche Verkleinerung des Mieters stehen seit Ende des vergangenen Jahres 3000 Quadratmeter für neue Nutzer zur Verfügung“, erzählt der geschäftsführende Gesellschafter des Eigentümers, Thorsten Krauß. Das Unternehmen D+S beschäftigt am Standort Lietzow rund 250 Mitarbeiter, vor zehn Jahren waren es noch fast doppelt so viel. „Der Arbeitsmarkt auf der Insel Rügen ist herausfordernd“, erklärt der D+S Standortleiter Tom Gubka. „Wir haben einfach nicht genügend Bewerber für die Stellen.“

Ideenworkshop mit Experten aus Vorpommern

Thorsten Krauß hatte sich Ende des letzten Jahres an Rolf Kammann von der WFG gewandt, um das Gebäude zu vermarkten. Schnell kam man jedoch überein, für den Standort anspruchsvolle Entwicklungsperspektiven zu entwickeln und weitere Experten zur Ideenfindung ins Boot zu holen.

So trafen sich in der vergangenen Woche 15 regionale Unternehmens-, Hochschul- und Initiativenvertreter im Lietzower Glaspalast, um erste Vorschläge für mögliche Nutzungsformen zu sammeln. Die geladene Gästeschar war bunt gemischt. Neben Mitgliedern der Wirtschaftsakademie Greifswald, der Universität Greifswald und des Kreiskulturrates Vorpommern-Rügen, zählte auch Galeristin Susanne Burmester sowie der Vorsitzende des Vereins IT-Lagune, Mario Gleichmann, zu den Gästen.

In einer intensiven Diskussion wurden zahlreiche Möglichkeiten und Vorschläge diskutiert. Platz stünde zum Beispiel für Start-ups, Gründer, Kreative, aber auch für Kunst, Kultur oder Bildung ausreichend zur Verfügung.

Unterschiedliche Nutzungsformen denkbar

Eigentümer Thorsten Krauß meinte hierzu: „Unser Gebäude in Lietzow ist etwas Besonderes und bietet auch besondere Möglichkeiten. Ich bin gespannt, welche Ideen und Vorschläge aus der Region heraus gestaltet werden, und bin für kreative Ansätze offen.“ Dabei seien auch räumlich die unterschiedlichsten Modelle vorstellbar, von kleineren Parzellen bis zur großen Fläche. „Im Untergeschoss haben wir zum Beispiel eine Deckenhöhe von 4,50 Metern“, beschreibt Krauß. „Vielleicht ist das ja etwas für eine Kochschule oder die Vermarktung von regionalen Produkten. Wir sind da völlig flexibel.“

Ziebarth Anne Friederike

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