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Rügen Das passiert jetzt mit dem Schiffswrack auf Rügen
Vorpommern Rügen Das passiert jetzt mit dem Schiffswrack auf Rügen
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12:46 08.02.2019
Der Sturm im Januar hat an der Küste der Insel Rügen in Glowe ein altes Schiffswrack freigelegt. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Glowe

Wie geht es mit dem Schiffswrack am Strand von Glowe auf Rügen weiter? Derzeit spricht für Archäologen und Denkmalpfleger vieles dafür, die Reste des alten Handelsschiffes an Ort und Stelle zu belassen. Das wäre die beste Lösung, sagte der Dezernent am Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, Jens Auer. Die ausführende Hand sei jedoch die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen. Deren Mitarbeiter Markus Sommer-Scheffler sagte, die Idee sei, das Wrack wieder einzuspülen. „Im Wasser ist es am besten aufgehoben.“

Der Sturm Anfang Januar hatte am Strand ein etwa zehn mal zehn Meter großes Schiffsteil aus Holz freigespült. Dem Landesdenkmalamt zufolge gehört es zu einem Handelsschiff aus dem 18. Jahrhundert, das offenbar in den Niederlanden gebaut wurde. Wie Sommer-Scheffler in Stralsund erläuterte, war das Fahrzeug ein sogenanntes Flachbodenschiff. Auf solche Schiffe wurden in der Schwedenzeit die Güter von Koggen umgeladen, die für flaches Wasser wie vor dem Stralsunder Hafen nicht geeignet waren. Transportiert wurde damit schwere Fracht wie Steine von Gotland.

Nachdem ein hölzernes Schiffswrack 2018 am Strand der Schaabe zwischen Juliusruh und Glowe aufgetaucht war, haben die Stürme der vergangenen Tage die Überreste des Schiffsrumpfs erneut freigelegt.

Als Eigentümer des Wracks wurde das Land ausgemacht. „Der Strand gehört dem Land“, erläuterte Sommer-Scheffler. Damit sei das Land in der Pflicht festzustellen, ob es sich bei dem Wrack überhaupt um ein Denkmal handelt, und gegebenenfalls für die Bergung aufzukommen. Das Schiffsteil wurde schon einmal im Januar 2018 freigespült. „Damals lag es anders, es hat sich bewegt“, sagte Sommer-Scheffler. Nach seinem Eindruck hat sich in den vergangenen Jahren die Strömung verändert. Große Teile des Strandes seien abgetragen worden. Im vorigen Sommer habe sich das Wrack wieder mit Sand bedeckt. Das könne erneut passieren. Derzeit sei es eine kleine Touristenattraktion, auch wenn man sich beim Besichtigen leicht nasse Füße holen könne. 

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Birgit Sander