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Rügen Großer Denksport beim 34. Rügenpokal
Vorpommern Rügen Großer Denksport beim 34. Rügenpokal
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00:00 26.09.2018
Bergen

In der Aula der Grundschule Altstadt ist es absolut still – und das, obwohl sich 50 Sportler mitten in ihren Duellen befinden. Nur das leise Ticken der Schachuhren ist im Hintergrund zu hören. Die Kontrahenten sitzen sich gegenüber, nur ab und zu steht jemand auf, um sich die Beine zu vertreten oder einen Blick auf ein anderes Brett zu riskieren.

Die 14-jährige Sophie Wucherer (l.) aus Greifswald war die einzige Frau im Starterfeld. Sie gewann mit vier Siegen den B-Pokal. Quelle: Foto: Niklas Kunkel

Einer kann nicht mitspielen: Organisator Wolfgang Jepp vom Schachverein Rugia Bergen: „Früher habe ich auch noch selbst mitgespielt, aber es ist zu viel zu tun. Da habe ich mir nur die DWZ, also die Wertung meiner Spielstärke, versaut“, scherzt Jepp.

Mit der höchsten DWZ ging Rudi Lenz vom Greifswalder SV als Favorit an den Start. Den Sieg sicherte sich aber erneut sein Vereinskollege Wilfried Woll. Woll hatte schon im Vorjahr den Pokal mit nach Hause nehmen dürfen und zeigte sich mit drei Siegen und zwei Unentschieden auch in diesem Jahr als konstantester Spieler.

Der Sieg in der Gruppe der niedriger eingestuften Spieler ging ebenfalls nach Greifswald. Hier konnte die einzige Frau im Turnier, die 14-jährige Sophie Wucherer, mit vier Siegen und einem Remis die Konkurrenz dominieren.

Auch wenn nur eine Frau teilnahm, war das Feld ansonsten bunt gemischt. Den ältesten und den jüngsten Spieler trennten 75 Jahre. Einer aus der Nachwuchsriege war der 14-jährige Paul Ultsch aus Göhren. Schon mit sechs Jahren hat er von seinem Großvater die Regeln gelernt, einige Zeit später fing er in Bergen im Verein an zu spielen. „Ich mochte von Anfang an, dass es auf die Strategie ankommt und man viel überlegen muss“, beschreibt Ultsch seine Schachbegeisterung und fügt an: „Man muss die ganze Zeit konzentriert bleiben. Wenn man eine Figur verliert, kann das schon entscheidend sein.“ Jeden Freitag trifft er sich mit seinen Vereinskollegen und spielt mehrere Partien. Auf die Behauptung, dass Schach für viele kein Sport sei, antwortet er trocken: „Es ist ein Denksport!“ Als nächstes Ziel hat er sich gesetzt, seine Wertzahl weiter nach oben zu schrauben, dafür braucht er Siege gegen stärkere Spieler. Beim Rügenpokal gelang ihm das nicht. Schon in der ersten Partie im Vereinsduell gegen den 79-jährigen Dietrich Klingenberg musste er Lehrgeld zahlen, in den weiteren Partien gelang ihm aber noch ein Sieg und ein Remis.

Besser lief es bei Marius Fromm von der SG Jasmund. Dem 14-Jährigen gelangen im A-Pool zwei Siege, womit er den Preis für den größten Sprung in der DWZ gewann. Der Nachwuchsspieler, der für Greifswald in der Oberliga spielt, verbesserte sich um 67 Punkte auf 1731. In der B-Gruppe ging der Preis an den jüngsten Spieler. Der neunjährige Lio Wellßow stieg um 40 Punkte auf 1077.

Mit der Anzahl an Teilnehmern ist Organisator Jepp sehr zufrieden, auch, wenn man knapp hinter dem Rekord von 54 Spielern zurückblieb. Im kommenden Jahr soll sich das ändern: „Dann haben wir 25-jähriges Vereinsjubiläum. Um ein großes Turnier zu veranstalten, suchen wir noch Sponsoren.“

Niklas Kunkel

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