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Rügen Gymnasiasten machen die Stadt Bergen zur großen Galerie
Vorpommern Rügen Gymnasiasten machen die Stadt Bergen zur großen Galerie
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10:51 11.04.2013
Mit Eifer bei der Sache: Elftkl�ssler Mirko bemalt liebevoll sein Holzbild mit bunten Farben. Quelle: Holger Vonberg

Für zwei Tage hatte das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium jetzt eine Außenstelle im Bergener Industriegebiet, das „La Grange“. Unter dem Motto „100 Jahre, 100 Sichten“

schufen dort 100 Gymnasiasten aus den Klassenstufen acht bis elf weit mehr als 100 Kunstwerke zum Schuljubiläum, das in dieser Festwoche begangen wird.

Nachwuchskünstlerin 101 ist Lena-Maren, die einzige Schülerin aus der 12. Klasse. Sie hat sich schon am Dienstagmorgen um 8 Uhr mit Zeichenutensilien und ihrem MP-3-Player in eine ruhige Ecke verzogen und lenkt sich auf diese Weise ein bisschen von der Freitag bevorstehenden Abiturprüfung im Fach Deutsch ab. Ihre Collage ist fast fertig. Design möchte Lena-Maren studieren, später vielleicht Computerspiele gestalten. Ihre Skizzen sind vielversprechend.

Seit gut einer halben Stunde wird im „La Grange“ gezeichnet, genäht, Styropor gesägt und geklebt. Mit solchem Andrang und derartigem Eifer zu dieser „nachtschlafenden“ Zeit haben weder die Gastgeber Sebastian Will und Björn Hinze, noch der Berliner Künstler Nándor Angstenberger und die Kunsterzieher gerechnet. Auf den Tischen: Teekannen, Pinsel und Papier, auf dem Fußboden Farbkleckse und kleine, weiße Styroporkügelchen, die sich auch an die Hosenbeine heften. Montag hatte Mirko aus der 11. Klasse am Sternlauf teilgenommen und ist von Zirkow nach Bergen mitgewandert, heute sitzt er an einem Holzbrett, dem er Strukturen verleiht.

Manche Schüler haben blaue Finger — nicht nur von der Farbe, auch von der Kälte, denn in der alten Industriehalle ist es frisch. Erfrischend sind aber auch die Ideen der Schüler. Hier eine Collage aus alten Zeitungen und Magazinen, dort ein dreidimensionales Gebilde von den beiden „Unerschrockenen“, wie Nándor Angstenberger Helen-Marie und Jannik aus der 8. Klasse nennt. „Während die anderen Schüler noch überlegten und ihre Materialien zusammenstellten, haben die beiden gleich angefangen und waren als erste mit ihrer Arbeit fertig. Und die kann sich sehen lassen. Ihr Thema: „Chaos nach dem Atomkrieg“. Und schon stürzen sich die Zwei auf die nächsten Projekte, die später fotografiert und zum Ende der Woche im Original in Bergen ausgestellt werden.

„Diese Stadtgalerie zieht sich von der Ring- und Bahnhofstraße über die Dammstraße bis hin zum Markt und zur Raddasstraße“, erzählt Kunstlehrerin Ines Sodmann. Die offizielle Eröffnung wird Sonnabend um 13 Uhr im Sana-Krankenhaus sein. Allein dort werden 30 Arbeiten gezeigt. „In diesem Projekt haben die Schüler gelernt, wie man die eigenen Werke präsentiert, wie man sie der Öffentlichkeit sichtbar macht und richtig beleuchtet“, sagt Galeristin Susanne Burmester, die La-Grange mit aus der Taufe gehoben hat. Mit einem Laufzettel kann man die Stadt und die kreativen Arbeiten der Schüler in den Geschäften entdecken.

Holger Vonberg

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