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Rügen Hanglift: Bußgeld für Schwarzfahrer gefordert
Vorpommern Rügen Hanglift: Bußgeld für Schwarzfahrer gefordert
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19:48 02.02.2018
Den Preis von einem Euro pro Fahrt zu zahlen, sind offenbar nicht alle Fahrgäste bereit. Quelle: Herold Gerit
Göhren

Kassenautomat bedienen, Bilet für einen Euro bezahlen und ziehen und ab durch das Drehkreuz – so sollte es sein. Doch etliche Fahrgäste des Hangliftes in Göhren ignorieren dies einfach. Sprich: Es gibt immer noch viel zu viele Schwarzfahrer.

„Wir gehen von zehn Prozent aus, aber wie hoch die Zahl wirklich ist, ob sie vielleicht noch höher ist, wissen wir nicht“, ärgert sich Bürgermeister Wolfgang Pester. Um die Kosten für eine Fahrt in Höhe von einem Euro einzusparen, werde der Schalter missbraucht, den eigentlich nur für Rollstühle und Kinderwagen vorgesehen ist, die nicht das Drehkreuz passieren können. Es wurde auch schon die Technik ausgehebelt. weil mit Kaugummi der Automat verklebt wurde.

Jetzt sollen Überwachungskameras installiert werden, die das Verhalten der Fahrgäste aufzeichnen. „Die Erschleichung einer Transportleistung ist strafrechtlich verfolgbar“, betont Kurdirektor Jörn Fenske. Allein die Kontrolle sei aber das Problem. Im letzten Jahr war in der Saison extra ein Mitarbeiter eingestellt worden, der auch dieTageskurkarten im Ort stichprobenartig prüfte. Doch die Kontrolle müsste über einen Ordnungsamtsmitarbeiter vorgenommen werden, um auch Bußgelder aussprechen zu können. Den würde die Gemeinde Göhren auch bezahlen. „Das hat der Amtsausschuss aber bisher abgelehnt“, so Pester. Zudem sei in der Satzung des Amtes für den Aufzug auch noch gar keine Regelung verankert worden.

Im Oktober 2015 hatte der Lift seinen Dienst aufgenommen. Nach reichlichen Startschweirigkeiten durch technische probleme, laufe der Lift seit Juni letzten Jahres kontinuierlich. Auch die Fahrgastzahlen sind angestiegen. 87753Fahrten wurden 2017 insgesamt gezählt, 2016 waren es noch 67989 Fahrten. Damit der Lift kostendeckend ist, sind 130000 Fahrten im Jahr  notwendig. Mehreinnahmen darf die Kurverwaltung als Eigentümer und Betreiber des Aufzugs lauf Fördermittelrichtlinie die nächsten zehn Jahre nicht einfahren. Den rund 1,7 Millionen teuren Aufzug, den die österreichische Liftbau-Firma ABS Transportbahnen errichtet hat, hatte das Wirtschaftsministerium mit 996000 Euro gefördert. Zudem muss erst einmal auch der Verlustvortrag aus der schwierigen Startphase ausgeglichen werden.

Kleine Macken hat der Schrägaufzug immer noch ab und an. So ging am 30. Dezember zehn Minuten lang gar nichts. Und auch am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche stand der Aufzug wegen Reparaturarbeiten still. Die Kabinentür war defekt. Seit Freitag früh fährt der Hanglift nun wieder.

Herold Gerit

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