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Rügen Hangrutsch: Kein Abstieg am Königsstuhl
Vorpommern Rügen Hangrutsch: Kein Abstieg am Königsstuhl
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00:05 10.05.2016

Nach einem kleineren Hangrutsch am Wochenende ist die Treppe am Hochufer nahe des Königsstuhls teilweise zerstört. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, heißt es beim Nationalparkamt. Die Rutschung im unteren Bereich des Kliffs war am Sonnabendmorgen entdeckt worden. Es sei nur eine kleinere Menge Erdreich und Mergel in Bewegung gekommen, so das Amt.

Allerdings befanden sich auf der abgerutschten Scholle größere Bäume. Einer von ihnen, eine etwa 120 Jahre alte Buche, stürzte etwas später auf die hölzerne Konstruktion.

Rico Markmann und seine Kollegen im Nationalparkamt waren dieser Tage gerade dabei, alles für den Neubau eines etwas höher gelegenen Teils des Abstiegs vorzubereiten. „Erst in der vergangenen Woche war das dafür notwendige Material auf dem Seeweg angeliefert worden“, erzählt der Revierförster. Sie hatten das Bauholz und andere Materialien Stück für Stück über den beschwerlichen Weg auf einen Absatz im unteren Teil des rund 400 Meter langen Abstiegs gebracht. Von einer bevorstehenden Rutschung sei da noch nichts zu sehen gewesen. Jetzt können sie alles wieder abtransportieren: In absehbarer Zeit wird es an dieser Stelle keinen Abstieg mehr geben. „Der fehlende Treppenabschnitt ist kurzfristig nicht zu ersetzen“, sagt Dr. Ingolf Stodian, der für den Nationalpark Jasmund zuständige Dezernent in der Nationalparkverwaltung. „An dem verbliebenen steilen Hangbereich gibt es keine Möglichkeiten mehr, um ein Bauwerk zu befestigen.“

Aus diesem Grunde wurde der zerstörte Abschnitt von Nationalpark-Mitarbeitern mit Unterstützung der Feuerwehr und der Polizei gleich am Sonnabend gänzlich abgebaut und die Treppe am unteren und oberen Ende gesperrt. Für Besucher bedeutet das, dass sie an dieser Stelle weder an den Strand unterhalb der Kreidefelsen gelangen, noch in die Gegenrichtung vom Fuße des Kliffs eine Möglichkeit haben, die Kliffkante in der Nähe des Königsstuhls zu erreichen. Die letzten fünf Meter Höhenunterschied zum Strand seien für die Wanderer nicht zu überwinden. Sie werden am Königsstuhl sowie an den verblieben Abgängen am Kieler Bach und in Lohme — beide rund drei Kilometer von der zerstörten Treppe entfernt — darauf hingewiesen, dass der Aufstieg auf der Hälfte des Weges nicht mehr möglich ist.

Rico Markmann und seine Kollegen werden in den nächsten Tagen das Baumaterial aufwändig wieder an den Strand transportieren und von dort über die Ostsee nach Lohme bringen. Die Treppe könne man in diesem Bereich nicht so schnell wieder instandsetzen, vermutet er. Seit Sonnabend sei der Boden im Bereich des Hangrutsches schon wieder um 15 Zentimeter abgesackt. Das Hochufer sei hier trotz der trockenen Witterung in den zurückliegenden Tagen stark durchfeuchtet. „Und wer weiß, was da passiert, wenn der nächste Starkregen kommt.“

Wanderer sollten an der Kreideküste unabhängig vom Wetter jederzeit mit Abbrüchen rechnen, erinnert das Nationalparkamt in diesem Zusammenhang und rät, für Ausflüge den sicheren Hochuferweg zu nutzen.

Von Maik Trettin

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