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„Hiddenseer Kutterfisch“ in aller Munde

Schaprode „Hiddenseer Kutterfisch“ in aller Munde

Großer Bahnhof bei der Präsentation der neuen regionalen Fischmarke in Schaprode

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Fangfrischer Fisch direkt von Bord der „Vitt44“: Der Hiddenseer Fischer Christian Thürke (links, 63) bei der Übergabe einer Kiste mit Barschen an Mathias Schilling (37).

Quelle: Fotos: Christian Rödel

Schaprode. Es war ein langer, nicht immer ganz einfacher Weg, den Mathias Schilling gehen musste, um sich diesen Traum zu erfüllen. Seit dem vergangenen Wochenende ist aus seiner Vision nach über zwei Jahren nun endlich Wirklichkeit geworden: Mit der Eröffnung von Schillings Fischhaus geht nun auch die Marke „Hiddenseer Kutterfisch“ offiziell an den Start zur bundesweiten Vermarktung.

OZ-Bild

Großer Bahnhof bei der Präsentation der neuen regionalen Fischmarke in Schaprode

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„Der Mathias hat immer ganz großes Kopfkino und setzt seine Ideen auch um, das tut Schaprode richtig gut“, behauptete Sabine Ostenberg, die mit ihrem Mann Wolfgang und ihrem Enkel Joost zu den vielen eingeladenen Schaprodern gehörte, die am vergangenen Sonnabend ein richtiges Volksfest mitten im Ort feierten. Ja, Visionen hat er wirklich, dieser Mann von der Insel Öhe, wo er mit seinem Sohn Oskar Theobald (6) und seiner Frau Nicole (37) lebt. Solche Typen wie Mathias Schilling kann Alt-Kanzler Helmut Schmidt bestimmt nicht gemeint haben, als er zu Lebzeiten behauptete: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen, ob im Oberstübchen noch alles stimmt“. Schilling hatte vielleicht doch eher genaue Vorstellungen als spinnerte Visionen gehabt, wie er gemeinsam mit den Hiddenseer Fischern neue Vermarktungsstrategien und neue Vertriebswege entwickeln könnte. „Ich bin nicht der Messias, der den Fischern verspricht, dass sich ihre prekäre Situation jetzt schlagartig verbessert“, meinte der studierte Landwirt und fügte gleich hinzu: „Es ist der Versuch, ein Regionalkonzept umzusetzen, mit dem wir uns vom Massenmarkt abkoppeln, damit das Überleben der Fischer von Hiddensee gewährleistet wird“, so Schilling weiter. Wie zum Beweis für diese Aussage legte während des OZ-Interviews der Hiddenseer Fischer Michael Thürke mit seinem Kutter im Schaproder Hafen an, geht von Bord und drückt Mathias Schilling eine Flasche in die Hand. Kurz danach kommt der 56-jährige Fischer mit der Schiffermütze auf dem Kopf ins Erzählen und meint: „Ohne die Zimmervermietung könnten wir nicht existieren, allein von der Fischerei würden wir finanziell hier nicht überleben“. Ja, zu DDR-Zeiten konnten die Fischer sehr gut von ihrem Handwerk leben, doch die EU-Verordnungen, und auch die Umweltschützer machen ihnen das Leben schwer. Im Rahmen des Projektes „Landaufschwung“, das vom Landkreis Vorpommern-Rügen finanziell gefördert wird, konnte Schilling finanzielle Mittel akquirieren – damit war das Startkapital für das Projekt „Hiddenseer Kutterfisch“ abgesichert. Mit in Gläsern eingelegten Bratheringen ging es am Wochenende los, und die Produktpalette soll schnell erweitert werden. Die weiteren Sorten Rollmops und Bückling sind schon in der Produktionspipeline, die auf insgesamt fünf unterschiedliche Fisch-Produkte ausgeweitet werden soll. Zur optimalen Vermarktung hat Schilling übrigens im Herbst 2015 mit den Hiddenseer Fischern den Verein „Hiddenseer Kutterfisch“ gegründet, um die Direktvermarktung vorantreiben zu können. Mit den Vereinsbeiträgen sollen gezielt Werbekampagnen finanziert werden, damit die Marke „Hiddenseer Kutterfisch“ optimal im Slowfood-Markt positioniert werden kann. „Wir müssen ein wirtschaftlich tragfähiges Regionalmarketingkonzept umsetzen, weil es ansonsten bald keine Hiddenseer Fischkutter mehr geben wird, was zwangsläufig zu einem Identitätsverlust auf der Insel führen würde“, so Schilling. Hiddensee ohne Kutterfischerei kann und will sich Schilling einfach nicht vorstellen.

Christian Rödel

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