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Rügen Historiker gegen Ausverkauf: Prora muss Erinnerungsort sein
Vorpommern Rügen Historiker gegen Ausverkauf: Prora muss Erinnerungsort sein
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07:36 02.03.2016
Block auf Block V der Anlage von Prora, in dessen saniertem Teil seit 2011 die Jugendherberge ihr Domizil hat. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Binz-Prora

Historiker und Museumsbetreiber fordern, den Block V in Prora in öffentlicher Hand zu belassen, als authentischen Erinnerungsort zu erhalten und die seit Jahren geplante Bildungsstätte zur NS- und DDR-Geschichte umzusetzen.

Die Immobilie gehört dem Landkreis Vorpommern-Rügen. Dieser sucht einen neuen Eigentümer, weil das Geld fehle, ein Info-Zentrum zur doppelten Geschichte der Anlage von Prora einzurichten sowie den Block weiter zu sanieren. In einem Teil der Komplexes eröffnete 2011 eine Jugendherberge.

„Wenn ein historischer Ort wie Prora zu Eigentumswohnungen degradiert wird, ist das nicht wieder gut zu machen“, sagt Historikerin Susanna Misgajski. Sie leitet das Prora-Zentrum, das Ausstellungen, Rundgänge und Workshops über die NS- und DDR-Geschichte anbietet. Es hatte bisher in dem unsanierten Teil von Bock V neben der Jugendherberge sein Domizil und sollte eigentlich einmal die Bildungsstätte in der benachbarten „Liegehalle“ betreiben. Weil in Block V der Putz bröckelt, musste das Prora-Zentrum in das Gebäude an der Zufahrtsschranke zum Gelände der Jugendherberge ausweichen

Der Berliner Historiker Stefan Wolter fordert von Landrat Ralf Drescher die Bildung einer Expertenrunde, die von Land und Bund Unterstützung einfordert. Zudem soll geprüft werden, nur die südlichsten vier Aufgänge zu privatisieren und das Geld in die Sanierung des Mittelteils der Anlage zu stecken. „Dort könnte sich im Kleinen abermals eine Museums- und Künstlermeile entwickeln„, so Wolter

Mit dem Thema Prora beschäftigt sich am Mittwoch der Bildungsausschuss des Landtages vor dem Hintergrund des von der Gemeinde Binz, zu der der Ortsteil Prora gehört, angestrebten Prädikats “Kurort".



Herold, Gerit

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