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Rügen Holprige Fahrt: Navi lässt Urlauber Treppe runterbrettern
Vorpommern Rügen Holprige Fahrt: Navi lässt Urlauber Treppe runterbrettern
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06:30 27.08.2013
Aufgesetzt: Ihre Fahrt endete für zwei Urlauber aus Baden-Württemberg auf der Treppe vor dem Arkona Strandhotel in Binz. Quelle: Detlef Kursikowski

Weil ein Urlauberpaar aus Baden-Württemberg seinem Navigationssystem anscheinend blind vertraute, endete die Fahrt zum Binzer Strandhotel Arkona mit dem Aufprall ihres Mercedes‘ auf einer achtstufigen Treppe. Das Paar war am Freitag gegen 16 Uhr im Ostseebad unterwegs gewesen, als das Navi angeblich den Hinweis gegeben habe, links abzubiegen.

„Das passiert leider vielen Gästen von uns, dass sie als Ziel ‘Strandpromenade‘ eingeben und dann auf dem Fußgängerweg landen und nicht an der Proraer Straße“, sagt Antje Backofen, Mitarbeiterin vom Arkona Strandhotel. „Aber bis auf die Treppen hat es sonst noch niemand geschafft“, sagt Backofen mit einem Lächeln. Der Grund dafür: Die offizielle Adresse des Hotels ist die Strandpromenade 59, diese ist für den Autoverkehr jedoch gesperrt. „Wir haben auf unserer Internetseite extra einen Hinweis und machen unsere Gäste bei der Reservierung noch einmal explizit darauf aufmerksam, statt der Strandpromenade die Prorarer Straße anzufahren“, bestätigt auch Gudrun Benedict, Pressesprecherin der Dr. Hutter-Gruppe, zu der auch das Arkona Strandhotel gehört. „Nichtsdestotrotz passiert es öfter, dass wir unsere Gäste von der Strandpromenade zurücklotsen müssen.“

Diese ist gegen das Befahren durch Autos eigentlich mit Pollern gesichert. Trotzdem kennt auch der Binzer Kurdirektor Knut Schäfer das Problem. „Wenn Poller für Reinigungsarbeiten rausgenommen werden, haben wir das Problem leider immer wieder. Einige Leute nehmen beispielsweise die Abfahrt zum Seebrückenvorplatz und fahren bis zum Kurhaus oder in die Nähe vom Hotel am Meer und biegen dort links oder rechts ab“, weiß Schäfer. „Wir haben in den Vorjahren schon mehrere Hersteller von Navigationsgeräten angeschrieben, aber bisher hat sich noch nichts geändert.“

Auch Gudrun Benedict hat sich bereits vor mehr als zwei Jahren an verschiedene Hersteller gewandt. „Das Navi müsste den Gästen mitteilen, dass die Strandpromenade gesperrt ist und sie alternativ über die Proraer Straße umleiten“, so Benedict. Bisher seien ihre Bemühungen jedoch ebenfalls erfolglos geblieben.

Für Yvonne Grömmke, Mitarbeiterin der Medion AG in Essen ist das Problem unverständlich: „Wir bekommen das Kartenmaterial für unsere Navigationssysteme von der Firma Navteq. Änderungen können kostenlos im Internet angegeben werden, beim nächsten Update werden sie übernommen“, sagt Grömmke. Dies sei zweimal im Jahr der Fall. Hinweise zur Verbesserung der Kartenqualität würden zudem von der Medion AG an die Firma Navteq weitergeleitet.

Warum dies in Binz bisher keinen Erfolg gezeigt hat, ist unklar. „Wir bleiben auf jeden Fall weiter dran“, betont Benedict und auch Schäfer will noch einmal mit den Gemeindevertretern sprechen und über das weitere Vorgehen beraten.

„Dass die wirklich die Treppe runtergefahren sind, kann ich nicht nachvollziehen“, sagt Augenzeuge Detlef Kursikowski. Spätestens bei dem gepflasterten Mosaik auf der Straße und den Gästen auf der Terrasse hätte man stutzig werden müssen. Aber die haben wohl gedacht, das ist die Tiefgarage.“

Mit dem Navi zum gewünschten Ziel
Ein Navigationssystem ist ein IT-gestütztes technisches System, das mit Hilfe von Positionsbestimmung (wie Satellit, Funk, GSM) und Geoinformationen (wie Topologie-, Straßen-, Luft- oder Seekarten) eine Zielführung zu einem gewählten Ort oder auch eine Route unter der Beachtung von verschiedenen gewünschten Kriterien ermöglicht.

Stefanie Büssing

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