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Rügen Holz stapeln und Wildschweinsprünge
Vorpommern Rügen Holz stapeln und Wildschweinsprünge
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00:00 12.05.2017
Die 4b der Grundschule Binz versucht an der Station rund um Bäume im Wald, jedem Baum die richtigen Eigenschaften zuzuordnen. Forstamtsleiterin Ricarda Pries kontrollierte die Antworten. Quelle: Fotos: Hannah Luise Kastner

Gestern früh starteten 250 Kinder der 4. Klassen von Rügens Grundschulen beim Bergener Rugardturm in die Waldolympiade. Jedes Jahr nehmen Schüler in ganz Mecklenburg-Vorpommern an diesem landesweiten Spektakel teil. Neun Stationen mussten die Kinder bewältigen. An sechs davon konnten Punkte gesammelt werden, stellten die Mädchen und Jungs ihr Können und Wissen rund um den Wald unter Beweis. Mitarbeiter des Forstamtes Rügen führten mit Helfern durch die Aufgaben und dokumentierten das Ergebnis der Schüler.

Bei der Waldolympiade stellten Mädchen und Jungen der 4. Klassen ihr Wissen über den Wald unter Beweis

Pro Aufgabenstation konnten maximal 20 Punkte erreicht werden. Die Klasse mit den meisten Punkten wurde zum Tagessieger gekürt. Es nahmen zehn Klassen teil, von denen zwei zusammen arbeiteten. An allen Stationen war neben dem Wissen auch ein Sinn für Teamgeist erforderlich.

Bei den verschiedenen Stationen mussten die Gruppen, also jeweils eine Klasse, Tieren Fußspuren, Fell oder auch Bissspuren zuordnen, Bäumen ihre Blätter, Rinde und vor allem den richtigen Namen. Auch auf viel Bewegung während der Aufgaben wurde Wert gelegt. Mit Dreierhopp haben die Kinder versucht, soweit wie ein Wildschwein oder ein Eichhörnchen zu springen. „Wir wollen den Kindern den Wald näher bringen, aber mit viel Spaß und Freude“, sagte Ricarda Pries, Forstamtsleiterin von Rügen. Natürlich durften sich die Kinder auch an Tätigkeiten echter Waldarbeiter üben. In Zweier-Teams musste ein dünner Baumstamm von jeweils einem Gruppenmitglied bis zur Mitte durchgesägt werden, der Andere versuchte dann von der gegenüberliegenden Seite den bereits gemachten Schnitt genau zu treffen.

An einer anderen Station mussten die Schüler ganz genau zuhören, denn dort galt es, Geräusche des Waldes, wie den Ruf einer Eule,, richtig zuzuordnen und Fragen zu beantworten. Den größten Spaß

bereitete den Kindern die Station sechs. Einzelne kleine Holzstämme eines Stapels mussten vorsichtig transportiert und neu aufgetürmt werden. Zehn Minuten Zeit und die Regel, dass jedes Kind nur einen Holzstab in der Hand halten durfte, erschwerte die Aufgabe. Ein heruntergefallener Stab führte zu einem Punktabzug. Die Aufsichtspersonen sowie die Lehrer durften nicht helfen.

Bei der Siegerehrung wurden die Plätze neun bis eins vergeben. Als Preise wurden Tüten für die Klasse ausgegeben, die beispielsweise mit Jojos, Springseilen oder auch Lupen gefüllt waren. Die Spielzeuge – wie sollte es auch anders sein – bestanden aus Holz. Den ersten Platz belegte die Klasse 4b der Grundschule Binz mit 104 Punkten von 140 möglichen. Aber nicht nur die Preise nehmen die Kinder mit nach Hause, sondern auch neues Wissen über den Wald und seine Bewohner sowie die Fähigkeit, sich in der Gruppe abzustimmen und ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Das sieht der 10-jährige Jonas Tammenhayn auch so: „An der Station mit den Tiergeräuschen habe ich wirklich etwas Neues gelernt.“

Ermöglicht wurde die Waldolympiade durch eine Spende von der Stiftung „Wald und Wild in MV“.

Die Idee hinter dem Spiel

Die Waldolympiade startete zum elften Mal in MV. Diese ist ein Teil der Waldpädagogikkonzeption der Landesforstanstalt und wird maßgeblich von der Stiftung „Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern“ unterstützt. Globale Probleme, wie den Raubbau an der Natur, will man unbedingt stoppen.

Durch die Anregung vielfältiger persönlicher Sinneseindrücke möchte die Konzeption bei den Kindern das Interesse am Wald wecken und die Entwicklung eines Naturbewusstseins aktiv fördern. Die Waldolympiade wird in Form eines spielerischen Gruppenwettbewerbes für Schüler 4. Klassen durchgeführt.

Hannah Luise Kastner

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