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Hotelier sammelt für trockenes Klassenzimmer und neue Bücher

Sellin Hotelier sammelt für trockenes Klassenzimmer und neue Bücher

Ingo Ross möchte beim Sommerfest in Sellin viel Geld zusammentragen und für den Bau einer Schule in Ruanda 30000 Euro spenden

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Darf spenden und damit den Neubau einer Grundschule in Ruanda mitfinanzieren: Ingo Ross (l.). Unterstützt wird der Selliner Hotelier bei den Vorbereitungen des Sommerfestes am 9. August von Heiko Meyer, der Erfahrung mit Spendensammelaktionen hat, beispielsweise bei den bekannten Ute Ohoven-Charities.

Quelle: Steffi Besch

Sellin. Hotelier Ingo Ross hat eine Mission: Der Selliner will mit einer Summe von 30000 Euro den Neubau einer Grundschule im afrikanischen Ruanda unterstützen.

Während er die tägliche Geschäftigkeit verfolgt, Bestellungen auslöst, Dienstpläne schreibt und Buchungen bearbeitet, geht ihm dieses Projekt nicht mehr aus dem Kopf. In den letzten Monaten hat es sich zu einer Herzensangelegenheit gemausert. Der 50-Jährige möchte einen Teil der Summe selbst aufbringen, der andere soll gesammelt werden – am kommenden Dienstag, 9. August, bei einem Sommerfest zwischen dem Park-Hotel und Zwinkmanns Edeka-Mark. Zum Beispiel durch die Versteigerung von Fanartikeln von Andrea Berg und Tokio Hotel oder signierten Fußballtrikots, durch den Verkauf von Tim Mälzers Streetfood, der sein Kommen bzw. in Erwartung seines Nachwuchses zumindest eine Vertretung zusicherte. Ein Schweizer Küchenchef wird leckere Desserts anbieten, Künstler Carlo seine Bilder anpreisen, ein Berliner Juwelier wird das Projekt mit einem Schmuckstand unterstützen. Moderator und DJ Björn aus Bremen moderiert an diesem Abend zugunsten der Aktion.

„Ich habe in den vergangenen Jahren viel Geld in mein Hotel investiert“, erzählt der gebürtige Berliner, der seit 1998 das Drei-Sterne- Haus in der Ostbahnstraße führt. „Jetzt habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, etwas zu geben. Etwas Sinnvolles und Nachhaltiges zu fördern. Anfang des Jahres sah ich dann diese Sendung mit den Auswanderern. Da besuchte der Fürst von Mallorca ein Schlagerfestival in Namibia, redete die ganze Zeit völlig abwertend und nahm alles zurück als er dann die Kinder sah und die Umstände, unter denen sie zur Schule gingen. Daraufhin suchte ich nach einer Stiftung, die Spendengelder wirklich eins zu eins in die Projekte steckt und nicht große Teile davon für Selbstdarstellung, eigene Löhne und Bürokratie verprasst.“

An die Stiftung Fly & Help versendete Ingo Ross dann seine Anfrage. Die sei von Reiner Meutsch, ehemaliger Geschäftsführer des Reiseveranstalters Berge & Meer gegründet worden, der mit einem Kleinflugzeug die Welt umrundete und bei der Tour Hilfsprojekte besuchte und unterstützte, zum Beispiel in Ghana und Indien. „Seit sechs Jahren fördert er nun mit seiner gemeinnützigen Stiftung die Schulbildung und Erziehung in Entwicklungsländern durch den Bau von Schulen. Die 100. wurde gerade in Nepal begonnen“, so Ross, der von der Stiftung geprüft und als Spender sofort einem passenden Projekt in Ruanda zugeteilt wurde.

Die „Ecole Primaire Ntarama“, also die Grundschule des Ortes im ruandischen Distrikt Nyabihu, wurde 1981 von einem katholischen Pfarrer gegründet und wird aktuell von 1400 Schülern besucht, von denen ein Drittel Waisen sind oder aus sehr armen Verhältnissen stammen.

Die Klassenräume sind in miserablem Zustand, wie die Stiftung auf ihrer Internetseite beschreibt. Die Bausubstanz marode, die Gebäudeteile aus Lehmziegeln bereits zerfallen, die Ziegeldächer undicht.

Zusätzlich fehle es an Schulbänken und auch die Anzahl der Latrinen sei nicht ausreichend.

„Die gehen da unter Einsatz ihres Lebens zur Schule und freuen sich über die Möglichkeit. Und diese Freude hört auch nicht auf. Teilweise wird der Unterricht unter Bäumen abgehalten, die Schüler gehen dem Schatten nach“, erzählt der Selliner Hotelier. „Wenn diese Kinder nicht mehr zur Schule gehen können, dann können sie auch nichts aus ihrem Land machen. Denn die, die jetzt Bildung erfahren, werden die sein, die ihrem Land später aus der Armut verhelfen, indem sie zum Beispiel Tourismus aufbauen. Denn auch Ruanda ist ein tolles Urlaubsland, das ich mir im nächsten Jahr anschauen werde und die Schule besuchen möchte.“ Und daher lautet das Motto des Sommerfestes „Bildung statt Flucht“. Ein Tag auch für Kinder, der ab 12 Uhr mit einem bunten Programm beginnt und der möglichst mit viel Geld im Spendenbeutel bei Live-Musik und Party am Abend zu Ende gehen soll.

Versteigerung und Verkauf von „Streetfood“

30000 Euro – für diese Summe, die der Selliner Hotelier Ingo Ross der Stiftung Fly & Help für den zweiten Bauabschnitt spenden möchte, sollen drei neue Klassenräume in einer Grundschule in Ruanda (Afrika) gebaut und ausgestattet werden.Auch die Installation einer Zisterne ist geplant und soll mit diesem Geld realisiert werden.

Informationen über die Stiftung und zum Projekt auf der Internetseite www.fly-and-help.de

9. August – Wer an diesem Datum nicht in Sellin mitfeiert und spendet, kann auch direkt auf das Spendenkonto überweisen:IBAN: DE 355108006000

12299300, Kennwort: PHS sowie Name und Adresse für den Spendenbeleg.

3 Fan-Gruppen mindestens werden allein schon durch die Versteigerung bestimmter Artikel angesprochen: Anhänger von Andrea Berg und Tokyo Hotel sowie Freunde des runden Leders. Denn von der Schlagersängerin und der Band gibt es Fan-Artikel, von den Kickern signierte Trikots.

Tim Mälzer – TV-Koch und Buchautor hat laut Veranstalter sein Kommen angekündigt. Sollte der von ihm erwartete Nachwuchs allerdings früher „eintreffen“ soll eine Vertretung erscheinen und sogenanntes Streetfood verkaufen.

Steffi Besch

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