Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Ick sech „Danke!“, dat ji to Pinsel un witte Farf greepen
Vorpommern Rügen Ick sech „Danke!“, dat ji to Pinsel un witte Farf greepen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 02.07.2016

Un dit tiedig an’n Sünndagmorgen, wur manch eener noch vör sich henn schnorchte. Jeder œwer, de nåhdäm up disse Streck unnerwägens wier, hät sich sicher hellwåk väl Gedanken måkt un viellicht ok frågt, ob’t woll helpen wat. Doch ick mehn, wenn wi nich nåhlåten un’t von alle Sieden düüchdig Kartusch* givt, denn mütt dat wat warden! Dorbi vör allen Dingen, denn’ Herrn Umweltminister direkt bi’t Wurt nähmen. To oft schon nehm he sienen Mund to vull, un nahdäm? Rügen siene Modellregion? Würklich? Denn man to! Uns sall’t schon recht sin, Herr Minister Backhaus, desto tiediger, desto bäter!

Äbenfalls denn’ Bundesverkehrsminister, Herrn Dobrindt, nich vergäten. Sien Ministerium sitt twors ümmer noch in Bonn! Hät he also eenen langen Wech hat, as he in’n November in Bargen uns de reinsten Märchen vertellen wull. Weil siene Rädenschriewers von Tuten un Blasen keene Åhnung harn? Orrer gor he sülben nich, weil Bonn to wiet von Rügen aff licht? Givt dat dor etwa keene vernünftigen Verkehrskorten un Autoatlanten? Orrer kamen se mit denn’ Maßstab nich torecht?

To giern har ick mit witte Farf un Pinsel juuch in de Strüßendörper Kurv holpen! Man, dit geht in mien Öller leider nich mihr. Doch ji weeten, leewe Lüd, dat ick schon mihrmals up miene Ort un Wies*

gegen dit geplån’te Verbräken(!) an unse eenmalige rügensche Natur angüng. Dat bün ick miene Heimatinsel schuldig! Heff mi natürlich däächt freucht, as ick letzten Måndag de Lokalsiet upschlog un mi glieks dat grote Foto mit de treffende Oewerschrift: „Weiße Kreuze in den Morgenstunden“ int Ooch full!

Ick find’ dit ok as god un wichdig dat jetzt disse ganze Angelägenheit mit de Alleeböhm wedder niech in de Gäng’ kümmt un väle Läsers ehre Gedanken un Mehnungen schrieben. Doch mit eenige kann ick nich inverstahnen sin! Wenn Herr Buettler (OZ 28. 6., Seite 9) mehnt, dat de Böhm wechmütten, weil emm de Straat to eng vörkümmt, denn is he in’n wohrsten Wurtsinn up denn’ Holtwech.Wat hät mien Grotvadding mi in miene Kinnerdagen bibööcht: „De, de de Böhm plan’t hät, wat siene Grött, siene Macht un Pracht nich beläben!“

Ümmer wedder mal warden för dit Straatenstück Zahlen angäben, wurväl Fohrtüüch dor Dag för Dag unnerwägens sin sœlen un dat dit een Unfallschwerpunkt is. Dorbi schrift de Herr Norbert Dahms (ebenfalls am 28. 6. Seite 9) sülben, da he de ut de Planungspapiere (!) rutnahmen hät. Amtlich is dor nämlich noch gor nich œwer eene längere Tied tellt worden!

De välen grönen Alleen up unse Insel maken bi väle Besökers dat Hart wiet un bi de allermeisten Rüganers ierst recht. Wur oft schon hebben väle ut de ollen Bundeslänner sich mit mi tosamen dorower freucht, dat dat bi uns dit noch givt, wat „dröben“ vör Johren schon runnernahmen wur. Nu œwer hier un dor niech anlecht wat.

Wi Rüganers also koenen stolz up unse grönen Alleen sin un dankbor to alle, de se hägen un plägen un schützen – so as de Frühaufstehers von BUND un NABU. Makt wieder so un lat’ juuch von manche Unklooke nich argern!

Nokixel: *Kartusch – hier: viel Druck ausüben; *Ümmer wedder: Makt uns’ Rügen nich kaputt! (11.6.2016); Oewer de B96n in Bargen wohre Märchen vertellt? (21.11.2015); Dunnerlüchting noch mal (31.11.2012)

-wika-

Menschliches Versagen hat wohl zu einer Schiffshavarie zwischen Hiddensee und Rügen geführt.

02.07.2016

Der Hof von Bauer Lange ist an diesem Wochenende nach der Premiere vor zwei Jahren der Schauplatz einer Neuauflage.

02.07.2016

Zittvitz hat die einzige Kartbahn der Insel

01.07.2016
Anzeige